Allgemeine Information über das Pilotprojekt
Das Pilotprojekt umfasst die Begegnungszentren zweier Regionen — der Zentralen Region und der Uralregion (Projektregion der autonomen gemeinnützigen Organisation (ANO) „Breitenarbeit“). Die Zahl der Russlanddeutschen beläuft sich in diesen Regionen auf mehr als 80 000 Menschen (rund 14 % aller Russlanddeutscher in der Russischen Föderation), die auf 19 Gebiete, Kreise und Republiken verteilt sind.
Die Anzahl der Begegnungszentren, die das Pilotprojekt umfasst, beträgt zurzeit mehr als 100, darunter 88 Organisationen mit juristischem Status, einschließlich ihrer Filialen, sowie rund 30 unorganisierte Gruppen. Zurzeit erhalten 37 Organisationen Fördermittel.
Das Pilotprojekt wurde am 1. Januar 2008 gestartet. Der Vertrag zwischen der AOO IVDK und der ANO „Breitenarbeit“ wurde am 13. Mai 2008 unterzeichnet. Erste Finanzmittel für die Umsetzung des Pilotprojekts gingen auf das Konto des IVDK am 23. Mai 2008.
Die Koordinatorin des Pilotprojektes im IVDK-Büro ist Irina Heine. Die Finanzleiterin des Pilotprojektes ist Wera Dzjubanowa.
Die Hauptziele des Pilotprojekts sind:
- Stärkung und Entwicklung der Selbstorganisation und Selbstverwaltung der Russlanddeutschen basierend auf der Zusammenarbeit und Kooperation des Netzwerks von Begegnungszentren;
- Verbesserung der inhaltlichen Tätigkeit der Begegnungszentren auf der Grundlage eigener Initiativen der Zentren;
- Übernahme zwecks nachfolgender Multiplikation von Erfahrungen des Netzwerks von Begegnungszentren in selbständiger Organisation und Verwaltung der Projektarbeit auf beträchtlichen Territorien;
- Prüfung der Fähigkeit des IVDK zur Organisation und Koordinierung der Projektsarbeit des Netzwerks von Begegnungszentren durch Übernahme von der GTZ der Kompetenz ohne Beeinträchtigung der Projektqualität.
Dabei werden folgende Aufgaben gestellt:
- Intensivierung der Tätigkeit der RKK der BZ auf der Grundlage praktischer Aktivitäten, Steigerung ihrer Kompetenz und Qualität der Arbeit;
- Erarbeitung praktischer Grundsätze für die Wechselbeziehungen und Zusammenarbeit der Organe der regionalübergreifenden Selbstorganisation und der ins Projekt involvierten einzelnen Begegnungszentren;
- Entwicklung auf demokratischer Grundlage von Beziehungen im System „IVDK / JdR – RKK der BZ - Begegnungszentren;
- Erweiterung der konstruktiven Zusammenarbeit von Begegnungszentren verschiedener Ebene mit den Organen der Staatsmacht;
- Organisation einer rationellen Planung der Tätigkeit der BZ, Ermittlung prioritärer Richtungen ihrer Projektarbeit, Durchführung auf objektiver Basis offener und öffentlicher Wettbewerbe bei der Auswahl der Projekte;
- Monitoring der Tätigkeit der BZ, Bewertung der verfügbaren Ressourcen, Erfahrungsaustausch über die Organisation und Umsetzung der Projekte;
- Durchführung einer zweckgebundenen ressourcemäßigen Unterstützung der Begegnungszentren auf der Grundlage objektiver Kriterien;
- Erarbeitung klarer und deutlicher Normative für die Organisation und Tätigkeit der Begegnungszentren;
- Organisation eines Systems zur Kontrolle und Berichterstattung bei der Projektumsetzung seitens des IVDK, der RKK der BZ;
- Erprobung eines Modells für die Interaktion zwischen dem IVDK und der GTZ.