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Das Informationsportal der Russlanddeutschen RusDeutsch zum besten ethnischen Internet-Medien in Russland ernannt. Zu diesem Ergebnis kam die Jury des 2.Allrussischen Journalistenwettbewerbs  „SMIrotworetz 2009“ (MEDIEN-Friedensstifter) und am  16. November 2009 wurden bei der Zeremonie der Siegerehrung in Moskau die Namen der föderalen, regionalen und ethnischen Medien bekannt gegeben, die am besten die interethnische Beziehungen und die ethnokulturelle Entwicklung der Völker Russlands darstellen.
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Die Internationale Assoziation der Forscher der russlanddeutschen Geschichte und Kultur ist eine gesellschaftliche Organisation mit 79 Wissenschaftlern (Historiker, Ethnographen, Soziologen, Philologen, Kulturwissenschaftler und Kunstforscher) aus 8 Ländern: Russland, Aserbaidschan, Deutschland, Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Japan und der Ukraine) (nach dem Stand vom Oktober 2007).

 


Die Assoziation existiert seit September 1994, als die Teilnehmer der deutsch-russischen wissenschaftlichen Konferenz „Russlanddeutsche im Kaukasus, am Don und an der Wolga“ die Entscheidung trafen, die „Assoziation der Forscher der russlanddeutschen Geschichte und Kultur“ zu gründen. Dies erfolgte nach ihrer Analyse des „gegenwärtigen Standes der wissenschaftlichen Forschungen“. Auf der Konferenz wurde auch der Koordinierungsrat für Absprachen über die wissenschaftliche Tätigkeit und für Ausarbeitungen des Statutes der künftigen Assoziation gegründet. Im Laufe des Jahres arbeitete der Rat aber nicht nur das Statut aus, sondern er gab auch das informative wissenschaftliche Bulletin heraus, das später zu eine offiziellen Ausgabe der Assoziation mit dem Titel „Die Russlanddeutschen“ wurde. Es wird quartalsmäßig herausgegeben.

 


Die offizielle Gründung der Assoziation wurde im September 1995 in der Stadt Anapa auf der zweiten internationalen Konferenz der Forscher der russlanddeutschen Geschichte und Kultur öffentlich bekannt gegeben. Die Gründungsversammlung fand am 6. Februar 1996 statt. Man nahm das Statut der Assoziation an. Im Mai 1996 wurde die Assoziation ins Register des Justizministeriums der RF eingetragen. Das erste Direktorium bestand aus 7 Mitgliedern, darunter A. Eisfeld, E. Barbaschina, A. German, L. Malinovskij, V. Petri, I. Pleve, S. Smirnizkaja. I. Pleve wurde zum Vorsitzenden der Assoziation gewählt, A. Eisfeld und E. Barbaschina zu den Stellvertretenden und V. Petri zum verantwortlichen Sekretär.

 


Das Statut bestimmt folgende Ziele der Assoziation:

  • Erhaltung des historischen und kulturellen Erbes der Russlanddeutschen;
  • Erlernung der Kulturtraditionen und Religionsbräuche;
  • Wissenschaftliche Forschungen auf dem Gebiet der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen;
  • Koordinierung der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten in den verschiedenen Regionen Russlands, Kontaktaufnahme unter den Forschern;
  • Aufnahme der wissenschaftlichen Beziehungen zwischen den gesellschaftlichen Organisationen in Russland und im Ausland“.

 


Ihren Zielen entsprechend brachte die Assoziation die Arbeit zu folgenden Hauptthemen auf den Weg:

  • Organisation der wissenschaftlichen Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen in den alten und neuen Regionen der Kompaktsiedlungen der Russlanddeutschen;
  • Lernen aus den Archivmaterialien und Finden der historischen und kulturellen Dokumente der Russlanddeutschen, Zusammenarbeit mit den Zentral- und Regionalarchiven der notierten Verzeichnisse, Register, und Dokumentensammlungen;
  • Durchführung von Forschungsarbeiten;
  • Durchführung von soziologischen Forschungen;
  • Auswertung und Systematisierung der wissenschaftlichen Forschungen und Approbation auf den regelmäßigen internationalen wissenschaftlichen Konferenzen;
  • Verlagstätigkeit;
  • Auskunfts- und Informationsarbeit mit Herausgabe des informationswissenschaftlichen Bulletins „Die Russlanddeutschen“;
  • Popularisierung der Geschichte der Russlanddeutschen durch Ausarbeitung methodischer Lehrwerke und Materialien und der Organisation und Durchführung von historischen und heimatkundlichen Tätigkeiten.

 

Die Forschungsarbeiten in den Regionen erweckten großes Interesse bei den örtlichen Forschern, und sie begannen, an der Tätigkeit der Assoziation aktiv teilzunehmen und deren Mitglieder zu werden. Mit der Zeit wurden wissenschaftliche Zentren in Saratov, Omsk, Novosibirsk, Barnaul, Tomsk, Wolgograd, Sankt-Petersburg, Moskau und in anderen Städten gegründet. Neben Russland erschienen solche Zentren auch in Dnepropetrovsk, Donezk, Odessa, Simferopol, Baku, Alma-Ata, Ustj-Kamenogorsk, Karaganda. Die Veteranen L.V. Malinovskij, I.M. Kulinitsch, W.G. Tschebotarjova, L.P. Belkovetz, die ihre ersten Arbeiten zum Thema der Deutschen noch zu Sowjetzeiten veröffentlicht hatten, sowie auch viele Forscher jungen und mittleren Alters begannen ihre Forschungstätigkeit. Unter ihnen waren nicht nur Hochschullehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter der wissenschaftlichen Forschungsinstitute, Doktoranden und Aspiranten, sondern auch Studenten.

 


Während der vergangenen Jahre erschienen Dutzende von Habilitationsarbeiten und es wurden viele Doktorarbeiten (N.E Waschkau, A.A. German, T.S. Ilarionova, O.A. Litzenberger, W.I. Matis, L.I. Moskaljuk, I.R. Pleve, T.N. Plohotnjuk ua.) verteidigt.

 


Während all dieser Jahre der Tätigkeit arbeitete die Assoziation mit dem Institut der deutschen und Osteuropäischen Forschung in Göttingen (Deutschland) unter der Leitung von Dr. A. Eisfeld aktiv und eng zusammen. Sie realisierten viele gemeinsame Projekte und Herr Dr. Eisfeld und der Institutsmitarbeiter W. Herdt wurden später zu Assoziationsmitgliedern. Zurzeit ist das Institut eine Filiale des Instituts für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa. Dr. A. Eisfeld stieg zum stellvertretenden Direktor auf und leitet gleichzeitig noch die Filiale.

 


In ihrer Tätigkeit stützte sich die Assoziation bis heute auf die Beihilfe der Regierungen Russlands, Deutschlands und anderer Länder, wo die Assoziationsmitglieder arbeiten.

 


Zum Erfolgspfand wurde die gemeinsame Suche nach neuen Themen für weitere Forschungen, die Kollegialität und der grenzenlose Enthusiasmus. Dadurch ist es gelungen, z.B. die historisch-ethnographische Forschungen in den ehemaligen deutschen Siedlungen im Westsibirien, an der Wolga, auf der Krim, in den Gebieten der Ukraine: Dnepropetrovsk, Donezk, Saporoshje, Herson und Odessa zu organisieren.

 


Die Museumsfonds wurden durch neue Sammlungen zur deutschen Geschichte und Ethnographie vervollständigt. Als z.B. die Expeditionssammlungen des Saratover Museums mit Vorkriegssammlungen vervollständigt wurden, wurde im Anschluss auch gleich die Sammlung des Omsker Museums von Grund auf neu für kurze Zeit formiert. Außer der Gründung der stationären Ausstellungen und Wanderausstellungen gaben die historisch-heimatkundlichen Museen der Gebiete Omsk, Saratov und Odessa die Kataloge der vorhandenen Fondssammlungen zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen aus diesen Regionen heraus. Erfreulich ist es, dass die Administrationen des Gebietes Orenburg, des Rayons Asovo des Omsker Gebiets und des Rayons Halbstadt in der Altajer Region viel für die Durchführung von Forschungen und zur Gründung kleiner Museen in den Rayons beitrugen. Die Sonderkollektionen wurden in der Omsker Universität und in der Dnepropetrovsker Universität gesammelt. Viele interessante „deutsche“ Exponate wurden von den Kollegen in Sankt-Petersburg (Kunstkammer, Russisches ethnographisches Museum) in ihren Fonds gefunden.

 


Wissenschaftliche Konferenzen
Die Resultate der wissenschaftlichen Forschungsarbeit wurden auf den wissenschaftlichen Konferenzen der Assoziation vorgetragen, die seit 1994 fast jedes Jahr stattfanden. Dem Stand von Ende 2007 nach wurden 13 Konferenzen durchgeführt.

 

Durchführungs-datum

Durchführungs-ort

Konferenzthema

Anzahl der Vorträge

22-26.09. 1994

Anapa

Russlanddeutsche am Don, im Kaukasus und an der Wolga.

35

20-25.09.1995

Anapa

Russlanddeutsche Probleme in Geschichte, Sprache und in ihrer gegenwärtiger Lage.

51

4-9.09.1996

Anapa

Russlanddeutsche. Historiographie und Quellenkunde.

35

26-30.09. 1997

Anapa

Migrationprozesse unter den Russlanddeutschen: historischer Aspekt.

35

17-20.09. 1998

Moskau

Deutsche Russlands im Kontext der einheimischen Geschichte: gemeinsame Probleme und regionale Besonderheiten.

38

17-19.09. 1999

Moskau

Deutsche Russlands und der UdSSR in den Jahren 1901-1941

31

19-22.10 2000

Moskau

Deutsche der UdSSR im Großen Vaterländischen Krieg und im ersten Nachkriegsjahrzehnt.

40

13-16.10. 2001

Moskau

Deutsche Russlands: sozial-wirtschaftliche und geistliche Entwicklung in den Jahren 1871-1941.

44

4-7.11. 2002

Moskau

Deutsche Bevölkerung in der poststalinistischen Sowjetunion, in den GUS- und Baltikum-Ländern (1956-2000).

36

18-21.11. 2003

Moskau

Hauptprobleme in der Geschichte der Russlanddeutschen.

39

14-19.09. 2004

Saratov

Russlanddeutsche in der Umgebung von anderen: Probleme der Anpassung, der gegenseitigen Beeinflussung und Toleranz.

29

1-3.11. 2006

Moskau

Russischer Staat, russische Gesellschaft und ethnische Deutsche: Hauptetappen und Charakter der Wechselbeziehungen (XVIII.-XXI. Jahrhunderte).

41

29-30.10. 2007

Moskau

Historische Erfahrung und gegenwärtige Probleme der Selbstorganisierung der Russlanddeutschen.

20

Insgesamt wurden 13 Konferenzen durchgeführt und 474 Vorträge gehalten.

 


Die nächste Konferenz findet voraussichtlich im September 2008 statt.


Die Teilnahme an den Konferenzen ist nur möglich aufgrund eines Wettbewerbs (Wettbewerb der Thesen). In der Regel gibt es für einen Platz 2 oder 3 Bewerber. Insgesamt nahmen jedes Mal 20 bis 51 Menschen an der Arbeit einer Konferenz teil. Die Anzahl der Teilnehmer jeder Konferenz hing in erster Linie von den materiellen Möglichkeiten ab.

Neben den Materialien aller Konferenzen wurden auch Sammlungen aller Vorträge herausgegeben. Die erste Sammlung wurde vom Kandidaten der historischen Wissenschaften E.A. Scherwud ausgearbeitet, die zweite Sammlung vom damaligen Kandidaten der historischen Wissenschaften I.R. Pleve; die 3., 4. und 5. Sammlung wurden von I.R. Pleve und A.A. Germann redigiert. Alle weiteren Sammlungen wurden unter der wissenschaftlichen Redaktion des Doktors der historischen Wissenschaften und Professor A.A. Germann herausgegeben.


Die Assoziation half bei der Vorbereitung und Durchführung einer Reihe von regionalen wissenschaftlichen Konferenzen für Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, die in Omsk, Saratov, Orenburg, Dnepropetrovsk, Odessa, Baku und einigen anderen Städten und Regionen durchgeführt wurden.


Die Assoziationsmitglieder nahmen aktiv am Projekt der Öffentlichen Akademie der Wissenschaften der Russlanddeutschen für die Vorbereitung der dreibändigen Enzyklopädie „Deutsche Russlands“ (1995—2006) teil. Sie schrieben nicht nur mehr als die Hälfte aller Artikel, sondern auch alle wichtigsten und größten Artikel.


Die Assoziationsmitglieder gaben im Rahmen der Assoziationstätigkeit so wie auch außerhalb dieser Tätigkeit Dutzende von Monographien, Dokumentensammlungen, annotierten Archivverzeichnissen und Registern und Hunderte von Artikeln heraus. Eine aktive Verlagstätigkeit zugunsten der Assoziation führte auch der Internationale Verband der deutschen Kultur, das Institut der deutschen und Osteuropäischen Forschungen in Göttingen, das Zentrum der Geschichte- und Kulturforschung der Russlanddeutschen innerhalb der historischen Fakultät der Saratover staatlichen Universität, das Omsker historisch-heimatkundliche Museum, das Institut der deutsch-ukrainischen historischen Forschungen der Dnepropetrovsker nationalen Universität, andere wissenschaftliche Organisationen und Hochschulen. Heute kann man schon ohne falsche Bescheidenheit von der Formierung einer selbständigen wissenschaftlichen Richtung und von der Schaffung der breiten Historiographie der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen sprechen. Die Arbeiten der Assoziationsmitglieder sind in den modernen Ausgaben der russischen und internationalen Bibliographie zu finden.


In den ersten zehn Jahren der Tätigkeit galt das Streben einer planmäßigen und frontalen Beleuchtung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen in der chronologischen Aufeinanderfolge. Die Organisation versuchte, die damals in dieser wissenschaftlichen Richtung vorhandenen großen „weißen Flecken“ zu beseitigen. Das Jahrzehnt der intensiven Tätigkeit der Assoziationsmitglieder erlaubte es, einen wesentlichen Beitrag zum Erlernen der Geschichte und Kultur der deutschen Bevölkerung Russlands zu leisten, die in der Zeit vor der Perestrojka nicht nur dem breiten Publikum, sondern auch den Russlanddeutschen selbst unbekannt waren.

 


Das Lehrbuch
„Geschichte der Deutschen Russlands“ (inkl. Lehrbuch, die Chrestomathie und die methodischen Materialien)

Das oben erwähnte Herangehen fand seine Widerspiegelung in den Themen der durchgeführten Konferenzen. Es war notwendig, damit die interessierten Forscher unter den Hochschullehrern und Studenten den „roten Faden“ nicht verlieren und vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen entsprechend themenbezogene Fragen stellen konnten. Zu einem dieser Arbeitsabschlüsse in dieser Richtung gehörte die Vorbereitung und die Herausgabe eines Lehrkomplexes „Geschichte der Deutschen Russlands“ von den Assoziationsmitgliedern A.A. Germann, T.S. Illarionova und I.R. Pleve, welches aus dem Lehrbuch, einer Chrestomathie und aus methodischen Materialien besteht. Daran war Anfang der 90er Jahre noch nicht zu denken. Die Herausgabe wurde erst in den letzten Jahren dank der schöpferischen Erfolge vieler Forscher realisiert. Das war ein sehr wichtiger Schritt, der davon zeugt, dass es einfach unmöglich ist, die Erfolge der Assoziation auf dem Gebiet der Forschung der deutschen Problematik zu ignorieren. Jedes Assoziationsmitglied kann mit Recht auf seinen Beitrag zur Entwicklung der Organisation stolz sein.

Der Lehrkomplex zur Geschichte der Deutschen Russlands wurde zu einem wichtigen Schritt bei der Realisierung einer der wichtigsten praktischen Tätigkeitsrichtungen der Assoziation — der Wiedergeburt des historischen Gedenkens der ethnischen Deutschen, die auf dem postsowjetischen Territorium leben. Der Lehrkomplex ermöglichte die Organisation eines zielgerichteten und systematischen Lernens der Geschichte der Russlanddeutschen in den Zentren der deutschen Kultur, an den Hochschulen und in den Schulen, dort, wo es noch die Kompaktsiedlungen der deutschen Bevölkerung gab. Die Arbeit zur Wiedergeburt des historischen Gedenkens der Deutschen in Russland hat erst angefangen. Die Assoziation plant für die Zukunft eine Reihe von weiteren Schritten in diese Richtung.

 


„Russlanddeutsche in der Umgebung von anderen Nationalitäten: Probleme der Anpassung, der gegenseitigen Beeinflussung und Toleranz“ (Saratov, 2004)

Nach der zehnjährigen Tätigkeit der Assoziation wurden umfangreiche Forschungsmaterialien gesammelt, die vor allem die Probleme der Existenz und Entwicklung der deutschen Ethnie in Russland widerspiegeln. Die vorhandenen Resultate erlaubten, ein höheres Niveau in der Forschung zu erreichen, worunter die Betrachtung aller Probleme der Wechselbeziehungen und der gegenseitigen Beeinflussung zwischen den Deutschen und ihrer fremdsprachigen Umgebung auf allen Etappen ihres Lebens fällt. Zum ersten Mal wurden die neuen Probleme gezielt bei der Vorbereitung der Konferenz „Russlanddeutsche in der Umgebung von anderen Nationalitäten: Probleme der Anpassung, der gegenseitigen Beeinflussung und Toleranz “ in Saratov im Jahre 2004 formuliert.

Die Resultate der Konferenz bewiesen nochmals die Bedeutung und das Ausmaß bezüglich der Aufgaben der Forschung auf dem Gebiet der Anpassungder Deutschen in der fremdsprachigen Umgebung, Fragen zur gegenseitigen Beeinflussung und der Toleranz in den Wechselbeziehungen mit dieser Umgebung. Ungeachtet einer großen Vortragsanzahl auf der Konferenz gelang jedoch nur die Betrachtung eines geringen Teils des riesigen Komplexes der Wechselbeziehungen der Deutschen mit der fremdsprachigen Umgebung.

Die vorhandenen Resultate der Forschungen sprechen von guten Aussichten und großem wissenschaftlichen und praktischen Bedeutungszuwachs der wissenschaftlichen Tätigkeit in der jeweilig ausgewählten Rubrik. Die Betrachtung des Lebens der Russlanddeutschen im Kontext der Kommunikation und Zusammenarbeit mit der fremdsprachigen Umgebung bereichert frühere historische und kulturelle Kenntnisse über die Vergangenheit der deutschen Ethnie in Russland und erlaubt auch in einigen Fällen, viele bekannte Fakten und Erscheinungen der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen von einer neuen und auch ungewöhnlichen Seite zu betrachten.

 


„Russischer Staat, russische Gesellschaft und ethnische Deutsche: Hauptetappen und Charakter der Wechselbeziehungen (XVIII.-XXI. Jahrhunderte)“ (Moskau, 2006)

Zum nächsten Schritt bei der Realisierung der neuen Forschungsrichtung trug die in Moskau durchgeführte XI. Internationale wissenschaftliche Konferenz „Russischer Staat, russische Gesellschaft und ethnische Deutsche: Hauptetappen und Charakter der Wechselbeziehungen (XVIII.-XXI. Jahrhunderte)“ am 1.-3. November 2006 bei. Die Probleme, die man auf der Konferenz besprach, erlaubten es, die Geschichte der ethnischen Deutschen mit ihrer nationalen Geschichte auf natürliche Weise zu verbinden und die komplizierten Wechselbeziehungen der ethnischen Deutschen mit der fremdsprachigen Umgebung aufzudecken. Dies war früher wegen der Globalität und auch wegen den geschichtspolitischen Rahmenbedingungen zur Zeit des Russischen Reichs und später der UdSSR für lange Zeit nicht zu sehen.

Der ausgewählten Forschungsrichtung entspricht auch das Thema der Konferenz, die man im September 2008 durchzuführen plant — „Ethnische Deutsche Russlands: historisches Phänomen „des Volkes auf der Reise“.

Im Verlauf der weiteren Arbeit der Assoziation wurde es ermöglicht, das Leben der ethnischen Deutschen als eines geschlossenen Innensystems bis hin zu ihrer Geschichte im Zusammenleben mit anderen Völkern und Machtorganen besser zu verstehen. Damit entwickelte sich eine Bewegung, die zum Erlernen neuer und früher noch nicht bekannter Aspekte der Geschichte der deutschen Ethnie im Russischen Reich, in der UdSSR und im postsowjetischen Raum beitrug.

 


„Deutsche in Russland: Historische Erfahrung und gegenwärtige Probleme der Selbstorganisierung“.

Nachdem die Vorleistungen erbracht worden sind, verstärkte die Assoziation den praktischen Teil ihrer Tätigkeit in den letzten Jahren, indem sie nicht nur die Vergangenheit der Deutschen Russlands offen legte, sondern auch die historischen Erfahrungen auf dem Gebiet der Lösung einer Reihe von wichtigen Probleme des Lebens dieser Ethnie zusammenfasste und Empfehlungen zur praktischen Anwendung dieser Erfahrungen formulierte. Das Anschauungsbeispiel für solch eine Tätigkeit der Assoziation ist die im Auftrag des IVDK organisierte und durchgeführte wissenschaftlich-praktische Konferenz „Historische Erfahrung und gegenwärtige Probleme der Selbstorganisierung der Russlanddeutschen“. Außerdem bemühte sich die Assoziation mehr um die wissenschaftliche Organisation und Durchführung der historisch-heimatkundlichen Arbeit in der jeweiligen Region. Mit diesem Ziel wurde die Konzeption der historisch-heimatkundlichen Arbeit im VI. Forum der Begegnungszentren der Russlanddeutschen ausgearbeitet und anerkannt.

Die internationale Assoziation der Forscher der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen vereinigt hingerissene, altruistische Leute, die dem Ruf der Seele und des Herzens folgen und vielleicht sogar von der Idee besessen sind, den Russlanddeutschen ihre historische Vergangenheit zurückzugeben und das historische und kulturelle Gedenken des Volkes aufleben zu lassen. AndernfallsistdieErhaltungundEntwicklungdieserNationalidentitätunmöglich.

Die Assoziation ist für alle Interessenten offen. Mit Sicherheit sieht sie in die Zukunft und ist bereit, gemeinsam mit ihren Partnern, vor allem mit dem IVDK, auch weiter für die Zukunft der Deutschen Russlands, der GUS-Länder und anderer Länder des postsowjetischen Raums zu arbeiten.

 

 

Die 12. internationale Forschungskonferenz „Ethnische Deutsche Russlands: Das historische Phänomen eines „Volkes auf dem Weg“
Obwohl die Internationale Assoziation der Forscher der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen (IAFGKRD) die praktische Komponente ihrer Tätigkeit verstärkt hat, widmet sie sich weiterhin intensiv der wissenschaftlichen Forschungsarbeit. Seit 2006 gehört zu ihren Forschungsbereichen das Phänomen der Russlanddeutschen, die als ein „Volk auf dem Weg“ bezeichnet werden. Es handelt sich darum, dass regionale Gruppen der Russlanddeutschen, die sich in Russland herausgebildet hatten (Wolgadeutsche, Deutsche aus dem Kaukasus oder von der Schwarzmeerküste usw.), sich als derart ethnobeständig erwiesen, dass sie selbst nach Verlust ihrer „kleinen Heimat“ und Assimilationen untereinander und zum Teil in anderssprachigen Umgebungen viele ethnosoziale und ethnopsychologische Besonderheiten ihrer regionalen Gruppen erhalten konnten.
Noch deutlicher kommt das im Falle der Russlanddeutschen, die Ende des 19.- Anfang des 20. Jahrhunderts aus Russland ausgewandert waren, zum Vorschein. Bis zum heutigen Tag wissen ihre Nachkommen, die auf allen Kontinenten – in Amerika, Afrika, Australien usw. – leben, dass sie Wolgadeutsche, Asowdeutsche oder Schwarzmeerdeutsche sind, sie bewahren und geben viele Traditionen und Mentalitätsbesonderheiten ihrer Vorfahren weiter von Generation zu Generation.
Erste Ergebnisse der Erforschung des genannten Phänomens wurden im Rahmen der 12. internationalen Konferenz der Assoziation „Ethnische Deutsche Russlands: Das historische Phänomen eines „Volkes auf dem Weg“, die am 18.-20. September 2008 im Deutsch-Russischen Haus Moskau stattfand, präsentiert und diskutiert.
 
Die 2. wissenschaftlich-praktische Konferenz der IAFGKRD „Deutsche im neuen Russland: Probleme und Perspektiven der Entwicklung“. Im Rahmen des weiteren Ausbaus ihrer praktischen Tätigkeit und aufgrund der Empfehlung der 14. Sitzung der deutsch-russischen Regierungskommission plant die Assoziation, 2008 im Rahmen des Programms zur Unterstützung der Russlanddeutschen durch die beiden Seiten eine Analyse der Situation der ethnischen Deutschen in Russland sowie der Tätigkeit der Zentren der deutschen Kultur (Begegnungszentren) vorzunehmen. Die Ergebnisse der Analyse sowie weiterer wissenschaftlich-praktischer Untersuchungen sollen auf der 2. wissenschaftlich-praktischen Konferenz der IAFGKRD „Deutsche im neuen Russland: Probleme und Perspektiven der Entwicklung“ diskutiert werden.

 

 

 

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