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Das Informationsportal der Russlanddeutschen RusDeutsch zum besten ethnischen Internet-Medien in Russland ernannt. Zu diesem Ergebnis kam die Jury des 2.Allrussischen Journalistenwettbewerbs  „SMIrotworetz 2009“ (MEDIEN-Friedensstifter) und am  16. November 2009 wurden bei der Zeremonie der Siegerehrung in Moskau die Namen der föderalen, regionalen und ethnischen Medien bekannt gegeben, die am besten die interethnische Beziehungen und die ethnokulturelle Entwicklung der Völker Russlands darstellen.
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31.01.2010 [Drucken]
 
Die Zeit ist nicht aus den Fugen
 
„Ich habe das Buch „Deutsche Siedlungen im Südosten der Ukraine“ aufgeschlagen, das mir Nikolaj Schischkin gab, und das Foto von meinem Urgroßvater gefunden. Es war sehr überraschend. Ein sehr emotionaler Augenblick“. Am 30. Januar, am letzten Arbeitstag des Forums der russlanddeutschen Begegnungszentren, konnte jeder Teilnehmer des Forums über seine Eindrücke von der Veranstaltung sprechen. So sprach Viktor Janzen über die emotionale Begegnung, die er erlebt hatte, als er das Foto von Peter Niebuhr entdeckte, der zusammen mit seinem Bruder die Fabrik der landwirtschaftlichen Geräte in der Kolonie Neu-Jork besaß. „Jetzt auf dem Forum ist mir wieder klar geworden, dass die Zeit nicht aus den Fugen ist und auf dem Forum der Begegnungszentren, auf dem Forum der Begegnungen der Deutschen aus den unterschiedlichen Regionen und Ländern, diese Verbindung nur stärker wird. Ich kehre zurück und erzähle alles meinem Sohn“, so Janzen.
 
  
Das Buch „Deutsche Siedlungen im Südosten der Ukraine: Geschichte, Kultur, Schicksale“ wurde 2009 von Nikolai Schischkin, dem Vorsitzenden des Verbandes der deutschen Kultur in Makeewka (Gebiet Donezk) herausgegeben. Im Buch sind Angaben aufgeführt, die bei den Archivforschungen gewonnen wurden. Der Autor bediente sich auch der zuvor veröffentlichen Vorträge und Berichte zu den ersten Jahren der Gründung und künftiger Entwicklung von Kolonien, die zwar bereits vorher veröffentlicht wurden, dem breiten Publikum aber weniger bekannt waren. Die Erinnerungen der Leute - sowohl der Deutschen, die als unmittelbare Teilnehmer auftraten, als auch derer Nachbarn, Vertreter anderer Nationen -, und nicht nur trockene offizielle Angaben, ermöglichen dem Leser den Einblick in die schwierigsten und tragischsten Prozesse. Sie erweisen sich bei der Bildrekonstruierung des Lebens in den deutschen Siedlungen als besonders wertvoll. In diesem Buch sind viele Zitate aus den zahlreichen Interviews zu finden. Die Materialien der  mündlichen Geschichtsüberlieferung wurden im Laufe der historisch-ethnografischen Forschungsreisen in die ehemaligen deutschen Siedlungen in der heutigen Südostukraine gesammelt.
 
Der Autor des Buches Nikolai Schischkin ist der Mitglied der Internationalen Vereinigung der Forscher der russlanddeutschen Geschichte und Kultur und der Vorstandsmitglied des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur.
Die Herausgabe des Buches wurde durch das Goethe-Institut in der Ukraine unterstützt.  
 

 

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