Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
23.08.2010
Deutscher Geschichts- und Kultursaal in Kasan eröffnet
Gleich vier deutsche Jugenddelegationen – aus Berlin, Braunschweig, Dortmund und Halle – waren vom 15. bis 22. August im Deutschen Haus der Republik Tatarstan zu Gast. Das ist ein großer Schritt in der Entwicklung der Partnerschaft zwischen den Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands. Die deutschen Gäste nahmen an der großen Veranstaltungsreihe „Einweihung und Präsentation des Geschichts- und Kultursaales der Deutschen Tatarstans“ teil.
Viel zu entdecken gab es in Tomsk beim Jugendlager für Russlanddeutsche
Vom 21. bis 26. Juli eigneten sich junge Teilnehmer aus dem Gebiet Tomsk, Barnaul und Abakan mithilfe von erfahren Fachleuten verschiedene neue Fertigkeiten im Kunsthandwerk an und lernten dabei die Sprache ihrer Vorfahren – Deutsch. Realisiert wurde das Projekt von „Jugendstiftung Altai“ in Zusammenarbeit mit der Tomsker gesellschaftlichen Jugendorganisation „Jugendblick“. Finanzielle Unterstützung leistete das Ministerium für Regionalentwicklung der RF.
Im Zentrum der deutschen Kultur „Warmes Haus“ in Kopejsk (Gebiet Tscheljabinsk) weiß man, wie man am Besten die alten Traditionen aufleben lässt – indem man diese pflegt und weitergibt. Im Rahmen eines zweitägigen Seminars anlässlich der Sommersonnenwende feierten die Teilnehmer – Alt und Jung zusammen – den Johannistag, so wie ihre deutschen Vorfahren früher gefeiert hatten.
Am 12. Juni fand in Uljanowsk unter dem Motto „Jugend der beiden Länder vereinigt euch!“ ein internationales Jugendtreffen „Rock in zwei Sprachen“ statt. Zum Tag der Stadt bekamen die Einwohner ein Konzert der deutschen Skatepunk-Band „Show off Freaks“ geschenkt. Der Auftritt der Band konnte dank der Robert Bosch Kulturmanagerin Birte Palder, die seit September 2009 zum interkulturellen Austausch zwischen ihrer Heimat und der Region Uljanowsk beiträgt, und Maria Dawydowa, Leiterin des Deutschen Jugendklubs „Sieben Winde“ in Uljanowsk, stattfinden. Hier stellen wir „Show off Freaks“ vor…
„Freunde der deutschen Sprache“ werden selbständig In Tatarstan wird die Idee des vom IVDK initiierten Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ fortgeführt.
In Tatarstan war gerade der Annahmeschluss beim I. republikweiten Wettbewerb „Deutsch – reise kreativ“, welcher von dem Deutschen Haus der Republik Tatarstan (RT) und der Bildungsagentur „Lukrative Vereinbarung“ veranstaltet wird. Der Wettbewerb hat zum Ziel, die deutsche Sprache und Kultur zu popularisieren. Interessant ist dabei, dass er aus dem Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“, der in der Zeit von Oktober 2009 bis April 2010 vom IVDK durchgeführt wurde, erwachsen ist.
Theater aus dem Koffer Wie das Kasperle sibirischen Schülern beibrachte, die deutsche Sprache zu lieben.
In Nowosibirsk fand am Wochenende das erste Festival des Schulpuppentheaters in Russland statt. Begonnen hat das umfangreiche Projekt im Februar 2008 auf Initiative des Goethe-Instituts Russland. Die Idee des für Sibirien so ungewöhnlichen Projekts „Unterstützung des Deutschunterrichts an sibirischen Schulen“ geht auf die Multiplikatorin des Goethe-Instituts Walentina Schurygina zurück. Teilgenommen haben daran Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen aus 21 Schulen des Kemerower, Nowosibirsker und Tomsker Gebiets.
Das staatliche historische Archiv der Wolgadeutschen in der Stadt Engels eröffnete eine Dokumentarausstellung, die dem 75-jährigen Jubiläum des großen Musikers des 20. Jahrhunderts Alfred Schnittke gewidmet ist. Das Motto der Ausstellung heißt „Aus dem Leben der Familie Schnittke in Engels“ - und das völlig zu Recht, denn in dieser Stadt wurde am 24. November 1934 das künftige Musikgenie geboren.
In der Stadt Marx fand die ethnokulturelle Akademie statt
„Deutsch und Kultur ohne Grenzen“. Unter diesem Namen begann die Arbeit der jugendlichen Wintersprachakademie in der Stadt Marx (Saratover Gebiet). Die Akademie dauerte vom 2. bis zum 10. Januar. Im Laufe von 8 Tagen konnten die 90 Akademiker ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache verbessern, näher deutsche Kultur kennen lernen, unterschiedliche Sektionen nach ihren Interessen besuchen und auch mit ihren Altersgenossen aus verschiedenen Regionen Russlands Kontakte knüpfen. Im Programm waren Tanz- und Vokalunterricht, Fotostunden und Unterricht für verschiedene Handwerkarbeiten der Wolgadeutschen vorhanden.
Am 16. Januar fand in der Siedlung Melnikowo des Gebietes Tomsk das Offene regionale Jugendforum „Deutschland aus der Perspektive der Jugendlichen“ statt, das vom örtlichen Begegnungszentrum der Russlanddeutschen - der Filiale des Russisch-deutschen Hauses Tomsk - organisiert wurde. Das Ziel des Forums bestand in der Popularisierung der deutschen Sprache als Mittels der interkulturellen Kommunikation und der Erhaltung der kulturellen und geistigen Werte der Russlanddeutschen durch die Heranführung der jungen Generation an die Geschichte, Kultur und die Volkstraditionen der Deutschen. Am Forum nahmen die Schüler aus den Rayons Schegarskij, Tomsk, Moltschanow, Koschewnikowo sowie aus den Städten Tomsk und Sewersk teil, die ihre Einzel- und Gruppenauftritte präsentierten.
Hunderte Trudarmisten bekamen Geschenke zum Neujahr
Mehr als 750 russlanddeutsche Trudarmisten und Vertriebene aus Zentralrussland, der Uralregion sowie aus dem Nordwesten des europäischen Teils Russlands bekamen zum Jahreswechsel 30 kg schwere Lebensmittelpakete. Dies wurde durch die finanzielle Unterstützung des deutschen Bundesministeriums des Innern aus den Mitteln der Bundesregierung zur Unterstützung der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation, die organisatorische Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes (das DRK stellte die Adressen von hilfsbed[rftigen Angehörigen der deutschen Minderheit bereit) sowie durch eine ausgezeichnet organisierte Zusammenarbeit der Leiter der Regionalen Koordinierungsräte der Pilotregion Nr. 1 Natalja Dempke und Oleg Strahler und der Leiter der regionalen Begegnungszentren möglich. „Schön, dass man an uns denkt“, sagten dankbare Empfänger gerührt.
In der Stadt Perm fand während der Winterferien ein Seminar für die Lehrer der deutschen Sprache statt, die Deutsch an den Sprachkursen für Erwachsene und Sprachzirkeln für Kinder in den Begegnungszentren der Region Perm unterrichten. Das Thema des Seminars „Nationale Identität durch sprachliche Identität“ war nicht zufällig gewählt. Das Problem der Identitätserhaltung der Russlanddeutschen mittels der Sprachkurse war in Moskau auf der Internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz „Sprache als Grundlage für die Identitätssicherung der Russlanddeutschen“ und im Forum für die Lehrer der deutschen Sprache in Sankt Petersburg hervorgehoben.
Im Gebiet Omsk laufen die Vorbereitungen auf die Wahlen des Leiters des deutschen Nationalrayons
Am 15. Dezember gingen die Treffen mit den Teilnehmern der Parteiabstimmung (Primeries) zur Auswahl von Kandidaten von der Partei „Einiges Russland“ für die Position des Leiters des Munizipalgebildes „Deutscher Nationalrayon Asowo“ des Gebiets Omsk zu Ende. Nach Informationen des Portals RusDeutsch hat dabei das jetzige Oberhaupt des Rayons, der 72jährige Bruno Reiter die Spitzenstellung, der im kommenden Jahr seine Kandidatur für die Wiederwahl aufstellen will. Jedoch siegte in den Dörfern, wo Deutschstämmige heute einen beträchtlichen Anteil haben, Pawel Eckert, Leiter der Siedlung Zwetnopol. Die Wahlen finden am 14. März 2010 statt.
Deutsch-Russisches Haus Nowosibirsk feierte sein 20jähriges Bestehen
Am 11.-12. Dezember wurde in Nowosibirsk das 20jährige Bestehen des Deutsch-Russisches Hauses des Gebiets Nowosibirsk gefeiert. An den Festlichkeiten nahm der Leiter des Departments für die Angelegenheiten der Spätaussiedler und nationalen Minderheiten des deutschen Bundesministeriums des Inneren Frank Willenberg teil. Eine spannende Note wurde ins traditionelle festliche Programm mit Konzerten und Ausstellungen von dem dabei anwesenden Vize-Gouverneur des Gebiets Nowosibirsk eingebracht, der bekanntgab, dass der heutige Direktor des DRH Josif Dukwen im März abgelöst wird, sowie von J.Dukwen selbst, der zusammen mit einigen Gästen verkündete, dass er mit der Tätigkeit des RKR Westsibiriens nicht einverstanden sei und daher eine neue Struktur zu gründen gedenke.
Der Tannenbaum ist hoch und üppig, goldener Schmuck glänzt an den Kunststoffzweigen und das Flittergold glitzert im Licht der Girlanden. Der Weihnachtsbaum steht an der weiten Saalwand im ersten Obergeschoß, es ist warm, die Bestuhlung ist entlang der Wände verteilt. Wir bekommen Besuch… Die Schlussphase des Projekts „Minestrele“ wurde mit dem Festival der deutschen Kultur zusammengelegt, um das Fest besonders farbenprächtig und einprägsam zu gestalten. Die wichtigsten Gäste des Festivals sind die Teilnehmer deutscher Gemeinden von Tula, Bogorodizk, Uslowskaja, Teilnehmer des Jugendclubs, Lehrer und Leiter der Zirkel bei den Begegnungszentren.
„Nee, ich habe echt nicht verstanden, war dieser große Onkel sagte…“, so reagierte ein kleiner vierjähriger Zuschauer, als die Zuschauer von den Schauspielern des Kunstkollektivs „Antwort“ auf Deutsch zur Aufführung eines deutschen Volksmärchens eingeladen wurden. Doch die Sprache des Schaffens ist vielseitig und erhaben. Gespannt folgten die Zuschauer dem Geschehen auf der Bühne, zeigten Mitgefühl für die Helden und lieferten Applaus, als am Ende das Gute das Böse besiegte.