Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
04.12.2009
Treffen des Gouverneurs der Region Altai und des Präsidenten der FNKA der Russlanddeutschen stattgefunden
Am 3.Dezember fand ein Arbeitstreffen des Gouverneurs der Region Altai Alexander Karlin und des Präsidenten der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen, Vorsitzenden des IVDK Heinrich Martens statt. Sie besprachen die Perspektiven der Zusammenarbeit der öffentlichen Organisation und der Region, den Verlauf der Umsetzung des Föderalen Zielprogramms „Sozialökonomische und ethnokulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen für 2008-2012“. H. Martens schätzte die Qualität der in der Region durchgeführten Arbeit bei der Unterstützung der Russlanddeutschen hoch ein.
Am 1.Dezember fand an der Staatlichen „E.A. Buketow“-Universität Karaganda die Verteidigung der Doktorarbeit in der Geschichte von Oxana Alexandrowna Jakowenko (Karaganda, Kasachstan) statt. Das Thema der Dissertation lautet: „Geschichte der deutschen Diaspora Mittelkasachstans im 20.Jh.“. Oxana Jakowenko ist Mitglied des Jugendflügels der Wissenschaftlichen Vereinigung der Deutschen Kasachstans.
Entwicklung von Partnerschaften in Jaroslawl und Kostroma besprochen
Im Märchen „Die Rübe“ halfen alle Beteiligten nach Kräften mit, die Rübe zu ziehen, „So spielen auch im Programm von Partnerschaften der Organisationen der Russlanddeutschen Russlands und der Bundesrepublik Deutschlands alle Beteiligten eine Rolle, hieß es in der Parallele, die von Ludmila Kopp, Exekutiv-Direktorin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Stuttgart), zwischen der Entwicklung von Partnerschaften und einem bekannten russischen Märchen gezogen wurde. „Es reicht nicht, dass der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen Dr. Ch. Bergner politische Signale gibt. Es ist auch nicht ausreichend, dass wir hier auf der Konferenz neue Arbeitsformen für das Partnerschaftsprogramm ausarbeiten, es ist wichtig, dass die Leute in den weiten Regionen mitziehen“
Irina Garder aus Kislowodsk berichtet über ihr erstes Partnerschaftsprojekt
Von so was träumten sicherlich viele Begegnungszentren der Russlanddeutschen, nämlich von einer Reise nach Deutschland, um von dort eine Partnerschaftsvereinbarung zu holen und sie zur Partnerschaftskonferenz nach Jaroslawl zu bringen, wo andere Leiter ähnliche Verträge unterzeichneten. Gerade so kam es bei der Filiale Kislowodsk der deutschen regionalen national-kulturellen Autonomie der Region Stawropol zustande. Eine Woche vor Beginn der 2. Partnerschaftskonferenz machten sich die Aktivisten aus Kislowodsk auf den Weg, um die Mitglieder der Landsmannschaft aus Neubrandenburg nicht weit von Berlin zu besuchen.
9. Forum der Jugendlichen Russlands in Moskau stattgefunden
Ende November versammelten sich in Moskau die Aktivisten der deutschen Jugendorganisationen aus Gesamtrussland, Mitglieder des deutschen Jugendrings der Russlanddeutschen: Vom JdR wurde bereits das 9. jährliche Forum der deutschen Jugend Russlands mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung und des deutschen Bundesministeriums des Inneren abgehalten. Erstmals in der Geschichte solcher Foren nahmen an seiner Eröffnung die beiden Co-Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen Alexander Shurawskij und Frank Willenberg teil.
Bei der dieser Tage eröffneten Konferenz der deutschen National-Kulturellen Autonomie der Tomsker Gebiets wurde Alexander Martynowitsch Adam, habilitierter Doktor technischer Wissenschaften, Doktor der Biologie, Professor der Staatlichen Universität Tomsk und seit 2003 Leiter des Departments der Gebietsadministration Tomsk für Naturressourcen und Umweltschutz, zum neuen Leiter der Autonomie gewählt. Der Präsident der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen H. Martens beglückwünschte den neuen Leiter der Autonomie Tomsk bereits persönlich zu seiner Wahl.
Die Kirche kommt zur Versteigerung, die Gemeindeteilnehmer auf die Straße
Am 21.November ging bei der einzigen lutherischen Kirche der Region Krasnodar in der Stadt Novorossijsk ein Schreiben der Verwaltung der Region Krasnodar für Schutz, Restauration und Betrieb des Kulturerbes über die Kündigung des unbefristeten Nutzungsrechts für dieses Gebäude ein. Darin wird die Räumung des Gebäudes zum 21. Dezember, am Vorabend des katholisch-lutherischen Weihnachtsfestes gefordert.
Wir sind offen für die Zusammenarbeit – Wir tragen Jeans!
Am 15.-22. November nahmen die Vertreter russlanddeutscher Organisationen wieder am Projekt „Informationsreise“ des Goethe-Instituts der Stadt Moskaus teil. Das Projekt wird als ein Jahresprojekt abgewickelt – Bereits zum vierten Mal hieß Deutschland die Kollegen aus Russland willkommen. Das Thema der diesjährigen Reise war die Jugendarbeit. Daher kamen aus Russland die Leiter der Jugendorganisationen von Nowosibirsk, Tomsk, Krasnojarsk, Omsk, Barnaul, Kemerowo, Uljanowsk, Samara, Saratow und Togliatti. Die Reise wurde aus den dem Goethe-Institut vom deutschen Bundesministerium des Inneren für die deutschen Minderheit der Russischen Föderation bereitgestellten Mitteln finanziert.
Am 28. November ging die Arbeit der Gesamtrussischen Schule russlanddeutscher Führungskräfte zu Ende, die in Moskau mit der Förderung seitens des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung aus den Mitteln des Föderalen Zielprogramms „Sozialökonomische und ethnokulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen für 2008 - 2012" stattfand. Im Laufe von acht Tagen erhielten die Aktivisten und die Führungskräfte der öffentlichen Jugendorganisationen aus 23 Regionen Russlands Einsicht in die Arbeit staatlicher Einrichtungen, lernten den Umgang mit lokalen und regionalen Medien kennen und meisterten die Feinheiten der Jugendpolitik.
Am 27.November fand im Deutsch-Russischen Haus Moskau die feierliche Eröffnung des 9. Forums der deutschen Jugend Russlands statt, an dem Delegierte aus den deutschen Jugendclubs Russlands, der Ukraine, Kasachstans sowie die Gäste aus Deutschland teilnehmen. Die Jugendlichen kamen zusammen, um miteinander Arbeitserfahrungen auszutauschen und gemeinsame Beschlüsse in einer Reihe aktueller Fragen zu fassen.
In Russland entstehen lokale deutsche national-kulturelle Autonomien
Im Oktober - November wurde ein Dutzend lokaler national-kultureller Autonomien der Russlanddeutschen ins Leben gerufen. So wurden solche Autonomien am 15.November in Rostow/Donn (Leiterin I. Weber), Tscheboksary (Leiterin E. Rumjantzewa), Orenburg (Leiter L. Raisig), Krasnodar (Leiter A.Rotermehl), Twer (Ju. Diedrich) gegründet, am 26.November entstand eine Autonomie in Kaluga (Leiter A.Kapplauch), am 14.November in Kostroma und Ende Oktober in Jurga (Gebiet kemerowo) und dann in Smolensk (Leiterin O.Trautwein). In einigen Tagen findet eine Gründungsversammlung der national-kulturellen Autonomie in Blagoweschtschensk statt.
Am 25. November fängt in Jaroslawl die 2. Partnerschaftskonferenz der russlanddeutschen Dachverbände in Russland und in Deutschland an. Diese Konferenz ist ein deutsch-russisches Gemeinschaftsprojekt, das auf der 15. Sitzung der Deutsch-Russischen Regierungs-kommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen im Juni 2009 in Omsk bewilligt wurde. Außerdem wird diese Konferenz zur ersten Veranstaltung, die von den russlanddeutschen Dachverbänden im Rahmen der Tätigkeit des Petersburger Dialogs durchgeführt wird.
Der neue Direktor des Deutsch-Russischen Hauses in Moskau, Torsten Brezina, spricht im Interview über die Aufgaben, die vor der GTZ in Russland stehen
Torsten Brezina hat seit August gleich drei Stellen inne: die des Direktors des Deutsch-Russischen Hauses Moskau, des Leiters der ANO „Breitenarbeit“ (Projektstruktur der GTZ in Zentralrussland) und des Direktors des Bildungs- und Informationszentrums der Russlanddeutschen (BiZ). Vielen Russlanddeutschen ist er wohlbekannt. Ende der 90er Jahre war Torsten Brezina Sprachassistent in Sprachcamps für russlanddeutsche Kinder und Jugendliche, später GTZ-Koordinator in Zentralrussland und in der Region Ural, Direktor des BiZ. 2006 wechselte er in die Ukraine, wo er weiter bei der GTZ gearbeitet hat.
Präsentation des neuen Buches von Tatjana Ilarionowa im DRHM stattgefunden
Am 20.November fand im Deutsch-Russischen Haus Moskau die Präsentation des Buches von Tatjana Ilarionowa „Deutsche im Staatsdienst Russlands: Zur Geschichte der Frage am Beispiel der Fernosterschließung“. Die Ausgabe erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung im Rahmen des Föderalen Zielprogramms „Sozialökonomische und ethnokulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen für 2008 - 2012". An der unter Mitwirkung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur veranstalteten Präsentation nahmen die Wissenschaftler der führenden geisteswissenschaftlichen Hochschulen Moskaus teil.