Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
16.11.2009
Glückwunsch des Präsidenten der Russischen Föderation
Der Präsident der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen Genrich Martens erhielt ein Glückwunschschreiben des Präsidenten der Russischen Föderation Dmitrij Medwedew anlässlich des Tages der nationalen Einheit. Bei der Redaktion des Portals wurde über den Eingang des Schreibens bekannt, in dem es heißt, dass dieser Feiertag als Zeichen der Achtung der historischen Großtat des russischen Volkes und „jahrhundertealter Traditionen der gesellschaftlichen Solidarität und des Patriotismus“ begangen wird, „die bei der Wahrung der Freiheit des Vaterlandes und Stärkung der russischen Staatlichkeit halfen.“
„Die Frage nach der Vermittlung und Wiederbelebung deutscher Sprachbindung ist ein Beitrag zur kulturellen Rehabilitierung der Russlanddeutschen“
Der Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Christoph Bergner sprach am 3. Konferenztag zum Thema „Die Sprache als wesentliche Voraussetzung der Entwicklung einer ethnischen Identität“.
„Unser "Deutschtum" ist unser „+“ und „Bonus“, kein Hindernis“
Olga Martens, stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, zuständig für Informations- und Spracharbeit, hielt auf der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz „Aktuelle Fragen des Lernens und Lehrens der deutschen Sprache: Sprache als Grundlage für die Identitätssicherung der Russlanddeutschen" den Impulsvortrag zum Thema „Fremde Muttersprache: zu Fragen der Identitätssicherung durch die Sprache und die Einbeziehung der Selbstorganisation der Russlanddeutschen in diesen Prozess“
Bildungsstandards der neuen Generation können den Interessen nationaler Minderheiten gerecht werden
Zur Teilnahme an der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz für Probleme des Erlernens der deutschen Sprache, die am 28.-31. Oktober in Moskau stattfindet, sind Vertreter föderaler und regionaler Bildungsverwaltungsorgane eingeladen. Die Leiterin des Zentrums für nationale Bildungsangelegenheiten am Föderalen Institut für Bildungsentwicklung des Ministeriums für Bildung und Forschung der Russischen Föderation, Mitglied des Organisationskomitees der Konferenz Olga Artemenko präsentierte ihren Vortrag „Staatssprachen und Muttersprachen im Kontext der neuen Gesetzgebung im Bildungsbereich“.
„Es ist die wichtige Konferenz. Wir sind der Hoffnung, dass Schwan, Krebs und Hecht danach mit dreifacher Kraft in eine Richtung vom Platz vorrücken können“, so begann die Rede Elena Bobrowskaja, Leiterin des Regionalen Koordinierungsrates der Begegnungszentren Ostsibiriens, an der wissenschaftlich-praktischen Konferenz über aktuelle Fragen des Lernens der Muttersprache für Russlanddeutsche. Die Frage der Koordinierung und Systematisierung der Handlungen aller Interessenten bei der Lösung dieses Problems war eine der Hauptrichtungen der Konferenz.
Am 12. und 13. November 2009 fand im Deutsch-Russischen Haus Moskau eine Sitzung der Arbeitsgruppe von Experten des Gemeinschaftsprogramms „Nationale Minderheiten in Russland: Entwicklung der Sprachen, Kultur, Medien und Zivilgesellschaft“ statt. An der Sitzung nahmen der Leiter des Sekretariats der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates Alexej Kozhemjakow, Direktor des Departments für zwischennationale Beziehungen des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung Alexander Zhurawskij, Direktor des Instituts für Ethnologie und Anthropologie der Russischen Akademie der Wissenschaften Valerij Tischkow sowie andere Experten teil. Die Teilnehmer der Tagung erörterten die von russischen Experten vorbereiteten Vorträge über den Stand und die Förderung der Sprachenvielfalt in der Russischen Föderation und russischen Gesetzgebung im Zusammenhang mit dem Schutz und Förderung von Regional- oder Minderheitensprachen.
Entwicklung von Partnerschaftsbeziehungen als prioritäre Richtung in der Tätigkeit der deutschen Autonomie
Am 16. – 21. Oktober 2009 besuchte eine Gruppe der Russlanddeutschen der deutschen national-kulturellen Autonomie Moskaus Berlin auf Einladung des Vorsitzenden der regionalen Gruppe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Alexander Rupp zwecks Teilnahme an der Konferenz über die Probleme der Partnerschaftsbeziehungen. Der Aufenthalt der Vertreter der deutschen national-kulturellen Autonomie Moskaus in der deutschen Hauptstadt, der im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem IVDK und der Landsmannschaft und mit finanzieller Unterstützung des deutschen Bundesministeriums des Inneren stattfand, erfolgte anlässlich der 13. Tage russlanddeutscher Kultur in Berlin.
Fotoausstellung „Russland und Deutschland – zwei Heimatländer einer Volkes“ bereits in deiner Region
Was bedeutet das Wort “Heimat“ für junge Russlanddeutsche? Wo liegt die Zukunft dieses Volkes - in Russland oder in Deutschland? Was vereinigt die beiderseits der Grenze lebenden Jugendlichen? Nach den Antworten auf diese gar nicht so einfache Fragen suchten die Teilnehmer des internationalen Projekts „Russland und Deutschland – zwei Heimatländer eines Volkes“. Die in Russland und Deutschland lebenden jungen Russlanddeutschen betrachteten die beiden Länder durch das Objektiv ihrer Kameras. Die Ergebnisse dieser Betrachtung fanden ihren Niederschlag in Fotoausstellungen, die im Herbst dieses Jahres in verschiedenen Regionen des Landes präsentiert werden.
Am 25. – 28. November wird in Jaroslawl und Kostroma vom Internationalen Verband der deutschen Kultur mit Unterstützung des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung und des deutschen Bundesministeriums des Inneren die 2.Partnerschaftskonferenz durchgeführt. Zwecks Erfassung der Teilnehmer und einer sachgemäßen Vorbereitung auf die Konferenz wird vom IVDK ein Monitoring der Partnerschaften durchgeführt, die bereits bei vielen Organisationen der Russlanddeutschen nicht nur mit den Organisationen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, sondern auch mit anderen Organisationen in Deutschland bestehen.
Am 16. November findet in der Botschaftsschule in Moskau das gesamtrussische Finale des Projekts „Lesefüchse“ statt. Dieses Projekt wird von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) bereits seit zwei Jahren aufeinander erfolgreich abgewickelt. In diesem Jahr schlossen sich dem Projekt die Begegnungszentren der Pilotregion Zentralrussland und Ural an, obwohl es ihrem Vertreter nicht gelang, ins Finale einzuziehen. Sibirische Begegnungszentren der Russlanddeutschen hingegen sind seit zwei Jahren aktive und erfolgreiche Teilnehmer. Im Finale werden sie durch die deutschstämmige Jekaterina Bazhenowa aus Kiseljowsk vertreten.
Am 25. – 29. November findet in Jaroslawl und Kostroma die 2. Internationale Partnerschaftskonferenz der öffentlichen Organisationen der Russlanddeutschen statt. Die Konferenz wird vom Internationalen Verband der deutschen Kultur mit Unterstützung des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung und des deutschen Bundesministeriums des Inneren abgehalten. Die Aufgaben der Konferenz sind es, die Bilanz der zweijährigen praktischen Zusammenarbeit im Partnerschaftsbereich zu ziehen, Mängel zu ermitteln, die Ideen der Partnerschaftsprojekte für 2010-2011 zu erörtern und die Instrumente für gemeinsames Handeln zu erarbeiten. An der Konferenz nimmt der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Ch. Bernger teil.
Der internationale Verband der deutschen Kultur hat im Auftrag des Bundesministeriums des Innern den Kalender für Russlanddeutsche herausgegeben. Der Kalender soll ein Geschenk für alle Russlanddeutschen werden – so schön und originell ist er in diesem Jahr geworden! Das Thema des Kalenders ist: „Allerlei zur Festigung der deutschen Sprache“ und beinhaltet einen praktischen Teil, in dem beispielsweise Gedichte von deutschen und russlanddeutschen Autoren,Spiele für den Deutschunterricht, Lieder für Kinder und Jugendliche, Rezepte der russlanddeutschen Küche, Informationen zu Dialekten der Russlanddeutschen und vieles mehr zu finden ist. Diese können Sie später als kleines Lehrwerk für sich selbst gebrauchen. Alle Interessenten kriegen den Kalender in ihren Begegnungszentren. Sollte das nicht möglich sein, so können Sie einen Brief oder eine E-mail an den IVDK schreiben und den Kalender, auch zu mehreren Exemplaren, anfordern.
Es wurde eine Liste der Teilnehmer des Seminars bestimmt: “Neue Medienmöglichkeiten für die Präsentation deutscher Minderheiten im Internetraum“, welches in Moskau auf der Basis des Deutsch-Russischen Hauses vom 2.- 5. Dezember stattfindet. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb rund 40 Anmeldungen gestellt. Wir danken allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Bei der Auswahl wurde die Berufserfahrung, bezogen auf das Thema des Seminars und Motivation berücksichtigt. In den nächsten Tagen werden diejenigen, die zur Teilnahme empfohlen sind, die individuellen Einladungen bekommen. Wenn jemand von ihnen verzichtet, wird der nächste der auf der Warteliste steht, ausgewählt.
An den Internationalen Verband der deutschen Kultur kommen immer neue Zuschriften mit Dankesäußerungen für die gute Organisation der Konferenz zu den Fragen des Lernens der deutschen Sprache. Seinerseits dankt der Internationale Verband der deutschen Kultur sowohl allen Autoren der Zuschriften, als auch den Konferenzteilnehmern für ihr aktives Engagement, interessante Vorschläge und aufrichtige Bereitschaft, die Situation hinsichtlich der deutschen Sprache für Russlanddeutsche zu verbessern.
Welche Möglichkeiten es gibt, Deutsch zu lernen, und warum sie nicht genutzt werden
"Sprache als Grundlage der Erhaltung und Entwicklung der Identität der Russlanddeutschen“ – zur wissenschaftlich-praktischen Konferenz unter diesem Titel kamen Ende Oktober mehr als Hundert Teilnehmer nach Moskau. Sie alle, und dabei ging es um Deutschlehrer, Leiter russlanddeutscher Begegnungszentren und föderaler Organisationen der deutschen Minderheit in Russland, Vertreter der im Bereich der Vermittlung der deutschen Sprache tätigen internationalen Organisationen, Vertreter staatlicher Strukturen, sind daran interessiert, den Russlanddeutschen zu ihrer Muttersprache zu verhelfen, sowie daran, dass die deutsche Minderheit in der Russischen Föderation ihre nationale Eigenart behält.