Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
22.10.2009
AUFRUF
der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen und des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur
Die breite Öffentlichkeit der Russlanddeutschen fasste mit Erstaunen und Aufregung eine Mitteilung darüber, dass ein Strafverfahren gegen Historiker aus Archangelsk, Michail Suprun eingeleitet wurde. Die Rechtspflegeorgane aus der Stadt Archangelsk vermelden einen Kriminalfall in seiner Arbeit am deutsch-russischen Projekt über die unter Repressalien gelittenen Deutschen zu erkennen. Das Ziel des Projekts ist die Vorbereitung und Herausgabe der Auflage „Das Gedenkbuch“ über die Opfer des Zweiten Weltkriegs, Vorkriegs- und Nachkriegszeiten…
Das interregionale Projekt „Tage der deutschen Kultur in Sibirien“ fand vom 16. – 21. Oktober in der Siedlung Kozhewnikovo, Gebiet Tomsk statt. Das Projekt wurde finanziell vom Ministerium für regionale Entwicklung der RF, Kreisverwaltung Kozhewnokovo und informativ vom Departement für Kultur im Tomsker Gebiet unterstützt. So gastfreundlich wurden die Teilnehmer der Projekte mit finanzieller Unterstützung vom Ministerium für regionale Entwicklung der RF auf dem Boden in Kozhewnikovo nicht zum ersten Mal begrüßt. Im Sommer 2009 fand das interregionale Projekt für die nationale Identität „Wir und unsere Wurzeln“ statt. Diesmal wurden die Workshops im Vokal, Theater und Tanz für die Teilnehmer schöpferischer Gruppen von den Organisationen der Russlanddeutschen aus der Region Sibirien durchgeführt. Sowohl 25 junge Leute aus Molchanovo, Novosibirsk, Tomsk und Kozhewnikovo als auch alle Interessenten aus Rayon Kozhewnikovo haben an diesen Workshops teilgenommen.
Das II. interregionale Videoseminar „Auf dem Weg zur Meisterschaft“ fand vom 9. bis zum 11. Oktober 2009 bei Tomsk statt. Als Veranstalter des Projekts ist schon traditionell die öffentliche Jugendorganisation der Russlanddeutschen „Jugendblick“ geworden. An diesem Seminar nahmen Jugendliche von den Organisationen der Russlanddeutschen aus Sibirischer Region teil: Novosibirsk, Barnaul, Krasnojarsk, Kemerowo, Tomsk und Siedlung Kozhewnikovo Tomsker Gebiet. Während des Seminars erfuhren sie mehr über die Arbeit mit professioneller Video- und Lichtausrüstung und Programme für Videomontage. Praktische Ratschläge und Beratungshilfe wurden auch geleistet, all das was so notwendig ist für junge Leute in der Arbeit an eigenen Videofilmen zu Hause.
„Man kam zur Erkenntnis, dass die Arbeit im Rahmen des Programms der deutschen Bundesregierung zugunsten der deutschen Minderheit auf neue, wissenschaftlich fundierte Art aufgebaut werden soll.“
Der Vizepräsident der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen Alexander Grinenwald berichtet über seine Eindrücke aus der Teilnahme am Seminar in Monitoring und Bewertung der Sozialprojekte und -programme, das am 19.-21.Oktober im Deutsch-Russischen Haus Moskau stattfand. „Eigentlich laufen einige Programme, und die Programme selbst gibt es nicht“, fährt Grinenwald fort. In der nächsten Zeit wird es in dieser Hinsicht Änderungen geben.
Das Rundtischgespräch zum Thema: Unterstützung der deutschen nationalen Minderheit in Russland
Am 15. Oktober fand im Deutsch-Russischen Haus in Moskau das Rundtischgespräch mit Vertretern von den föderalen Organisationen der Russlanddeutschen, deutscher Botschaft in Moskau, deutschen Konsulaten in der Russischen Föderation und Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) statt. Das Treffen wurde im Rahmen regionaler Konferenz „Kulturelle und bildungspolitische Unterstützung deutscher nationaler Minderheit in Russland – moderne Situation und Perspektiven“ von deutscher Botschaft in Moskau als Veranstalter durchgeführt.
Am 21. Oktober ging im Deutsch-Russischen Haus in Moskau der Training im Monitoring und Bewertung sozialer Projekte und Programme zu Ende. Als Veranstalter dieses Trainings gilt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bei der Teilnahme des Bildungs- und Informationszentrums der Russlanddeutschen (BiZ). Im Laufe von drei Tagen machten die Vertreter der Organisationen der Russlanddeutschen und auch die Mitarbeiter regionaler GTZ-Strukturen aus Russland, Kasachstan, Kirgisien und der Ukraine das Monitoring und die Bewertung in diesem Programmzyklus.
Geringe Winkel der Tjumener Umgebung, kurvenreiche Ufer sibirischer Flüsse, kleine vernachlässigte verlorene Dörfchen… Die Inhalte der Bilder von Alexander Miller „sind voll vom Liebesgefühl dazu, was der Künstler sieht, beobachtet und strebt, mit seinem Pinsel abzupassen“ – so schreibt die Kunstwissenschaftlerin Tatjana Sergejtschuk über die Werke des Meisters. Am 20. Oktober wäre Alexander Miller 70 Jahre alt geworden.
Während des Gala-Konzerts der Tage der deutschen Kultur in Barnaul war der Saal mit Zuschauern voll gefüllt
Am 19. Oktober sind die Tage der deutschen Kultur in Barnaul zu Ende. Sie wurden vom „Jugendfonds Altai“ veranstaltet und vom Ministerium für regionale Entwicklung der RF finanziell unterstützt. Am 17. Oktober fand das Abschlussgala-Konzert im Jugendzentrum in Leninskij Bezirk statt. Die Tanzgruppen aus den Rayons Michailowskoje, Mamontowskoje und der Stadt Barnaul waren auf der Bühne vertreten.
Das Jugendseminar „Internationale Jugendbegegnungen“ fand vom 17.-18. Oktober im Deutsch-Russischen Gebietshaus in Novosibirsk statt. Am Seminar nahmen die Vertreter von 11 verschiedenen Jugendklubs aus dem West- und Ostsibirien und auch aus der Region Ural teil. Den Teilnehmern wurden praktische Fertigkeiten bei der Aufnahme der Partnerbeziehungen mit den Jugendorganisationen Deutschlands und beim Heranziehen der zusätzlichen Quellen für die Finanzierung der Projekte auf dem Gebiet „Internationale Jugendbegegnungen“ beigebracht.
… am 19. Oktober 1931 die Hauptstadt der Republik der Wolgadeutschen – die Stadt Pokrowsk unter dem Beschluss der sowjetischen Führung in die Stadt Engels zu Ehre des deutschen Philosophen und der gesellschaftlichen Persönlichkeit Friedrich Engels umbenannt wurde? Im Jahre 1922 ist die Stadt Pokrowsk zur Hauptstadt der Republik der Deutschen geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Hauptstadtstatus vom Mai 1919 bis zum 24. Juni 1922 die Nachbarschaftsstadt – Marxstadt, die ihrerseits zu Ehre des Engels Freundes und Kampfgenossen Karl Marx benannt wurde. Früher hatte die Marxstadt viele andere Namen: ein Gründer der Stadt nannte sie zuerst Baronsk, später trug diese deutsche Siedlung den Namen Ekaterinenstadt zu Ehre der Ekaterina der Große. Am 13. März 1915 wurde sie unter dem Erlass der Nikolai II. in Ekaterinograd umbenannt und zuletzt ist am 16. Mai 1942 unter dem Erlass vom Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR die Stadt Marx geboren.
Seminar für die Vertreter der Massenmedien von nationalen Minderheiten Russlands
Am 17.-18. November findet das Informationsseminar für die Vertreter der Massenmedien über die Europäische Charta regionaler Sprachen oder Sprachen der Minderheiten bei Moskau statt. Die Teilnehmer des Seminars erhalten die Information über das Programm „Nationale Minderheiten in Russland: Entwicklung der Sprachen, Kultur Massenmedien und ziviler Gesellschaft“ und Information über eine Grant-Ausschreibung und deren Durchführung im Rahmen der Realisierung des Programms geplant ist. Die russischen und ausländischen Experten erzählen auch über die Europäische Charta regionaler Sprachen oder Sprachen der Minderheiten und insbesondere werden die Ausgangspunkte betr. Massenmedien besprochen. Die Teilnehmer des Seminars haben die Möglichkeit, die Workshops zu Themen „Ethnischer Themenkreis in russischen Massenmedien: Fehler und Erfolge“ und „Ethnische und Rechtsgrundlagen der Tätigkeit der Massenmedien bei der Überwindung der Diskriminierung“ zu besuchen. Die Anmeldungen für die Teilnahme im Seminar werden bis zum 08. November entgegengenommen.
Geehrte Besucher des Portals RusDeutsch! Richten wir Ihre Aufmerksamkeit darauf: Sie haben die Möglichkeit, Ihre Anzeige betreffs der Themen des Portals „aufzuhängen“. Wir erhalten oft Briefe mit Bitten, bei der Suche nach Verwandtschaften zu helfen oder Fotos eines Heimatdorfes von den Briefautoren zu schicken, die heutzutage in Deutschland wohnen oder Reisegefährten für Besuche der Siedlungen der ehemaligen Republik der Wolgadeutschen zu finden. Deswegen entschieden wir uns für eine solche Möglichkeit, selbständig nötige Kontakte und Informationen zu suchen. Die Anschlagtafel wird ausgehend von Ihren Bedürfnissen geändert. Wir sind der Hoffnung, dass diese neue Dienstleistung von Ihnen gefordert sein wird.
Eine Promotionsarbeit zur Geschichte der Russlanddeutschen wird verteidigt
Am 12. November findet eine Verteidigung der Dissertationsschrift zur Erlangung des Doktortitels von Afanasjewa Anastasija an der Kursker Technischen Staatsuniversität statt. Das Thema der Dissertationsschrift klingt wie folgt „Die Geschichte der Migration der Russlanddeutschen in den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts – Anfangdes21. Jahrh. (am Beispiel der Gebiete Kursk, Orjol und Tula)“. Offizielle Opponenten sind folgende Personen: Prof. Dr. Plochotnjuk Tatjana Nikolaewna, Dozent Dr. Kurzev Alexander Nikolaewitsch. Afanasjewa Anastasija Wladislawowna ist der Mitglied der Internationalen Assoziation der Forscher der russlanddeutschen Geschichte und Kultur.
… am 18. Oktober 1991 wurde das Föderale Gesetz „Über die Rehabilitierung der Opfer politischer Repressalien“ angenommen? Das Ziel dieses Gesetzgebungsaktes ist die Rehabilitierung aller Opfer politischer Repressalien auf dem Territorium der Russischen Föderation, die seit dem 25. Oktober (7. November) 1917 dort untergezogen wurden, die Restituierung ihrer Zivilrechte, die Beseitigung anderer Folgen der Willkür und die Sicherung materieller und moralischer Schäden. Leider wurde von der Staatsduma ein neues Gesetz ? 1761-1 vom 10.09.2004 angenommen und wurden die Änderungen in die Ordnung der Überlassung von Privilegien für die Rehabilitierende vorgenommen. Die Privilegien gehörten den Rehabilitierenden nach dem Gesetz vom 18.10.1991, aber nach dem neuen Gesetz wurde fast die Hälfte der Privilegien gestrichen.
Vom Internationalen Verband der deutschen Kultur, der „Moskauer Deutschen Zeitung“ und dem Informationsportal der Russlanddeutschen RusDeutsch wird in Moskau am 1.-4. Dezember 2009 das Seminar „Neue Medienmöglichkeiten bei der Präsentation der deutschen Minderheit im Internet“ mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung des Goethe-Instituts in Moskau durchgeführt. Der Wettbewerb der Anträge dauert bis zum 1.November.