Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
24.09.2009
Tagung russlanddeutscher Begegnungszentren aus ganz Russland in Jekaterinburg
Der mittlere Ural gehört zu den nationalitätenreichsten Regionen Russlands. Hier leben in friedlicher Eintracht Angehörige von etwa 140 Volksgruppen, die dem Gebiet ein besonderes kulturelles Flair verleihen. Am 17. September 2009 fand in Jekaterinburg ein Arbeitstreffen der Selbstverwaltungsorgane der Russlanddeutschen statt, also der interregionalen Koordinationsräte der Begegnungszentren, sowie eine weitere Sitzung der Föderalen National-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen unter der Leitung von Heinrich Martens.
Deutsche in Koktschetau vermitteln ihre Erfahrungen im Unterricht der Muttersprache an die Vertreter anderer nationaler Vereinigungen
Seit September 2009 wird von nichtstaatlichen Vereinigungen auf der Basis der Gebiets-Gesellschaft der Deutschen von Akmola „Wiedergeburt“ im Rahmen des staatlichen Sozialauftrages das Projekt „Beschleunigtes Studium der Muttersprache in Sonntagsschulen nach innovativen Techniken und Methoden“ für die Vertreter ethnokultureller Vereinigungen von Koktschetau realisiert.
Neue Impulse für die Entwicklung russlanddeutscher Kultur
Treffen der Kultur- und Kunstschaffenden in Uljanowsk
Am 20. – 24. September findet im Gebiet Uljanowsk ein Treffen russlanddeutscher Kultur- und Kunstschaffenden, zu dem Musiker, Maler, Schriftsteller, Journalisten, Choreographen, Regisseure aus verschiedenen Regionen der Russischen Föderation, Leiter der öffentlichen Organisationen und schöpferischen Kollektive der Russlanddeutschen eingeladen werden. Auf dem Treffen wird das Konzept über die Kulturtätigkeit der Russlanddeutschen von 1996 überarbeitet, das aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden konnte, es werden Kulturveranstaltungen für 2010 geplant. Eines davon ist das Gesamtrussische Festival russlanddeutscher Kultur, das in Uljanowsk stattfinden soll.
Wie entwickelt sich das Pilotprojekt, welches im letzten Jahr in der zentralrussischen Region im Ural begann? Darüber wurde vom 16. bis 20. September in Jekaterinburg diskutiert. Noch vor dem Treffen erfuhren wir, wie die beiden Leiter der interregionalen Koordinationsräte Natalja Dempke (Zentralrussland) und Oleg Strahler (Ural) den Projektverlauf beurteilen. Zwei verschiedene Sichtweisen aus zwei unähnlichen Regionen auf ein und dasselbe Projekt, für das nur eine gemeinsame Haushaltskasse existiert.
Wir möchten Sie gern darüber informieren, dass das Portal RusDeutsch eine neue Umfrage gestartet hat (siehe links). Herausfinden möchten wir, was für Russlanddeutsche die deutsche Sprache bedeutet. Die Umfrage wird im Zusammenhang mit der Internationalen Sprachkonferenz durchgeführt, welche Ende Oktober in Moskau stattfinden wird. Über zahlreiche Meinungen würden wir uns sehr freuen. Auch auf unserer Diskussionsplattform (rechts) kann der eigene Standpunkt dargelegt werden. Wir danken allen Teilnehmern herzlich für die Unterstützung!
Russlanddeutsche und Jugendliche aus Deutschland tauchten in das Leben eines udmurtischen Dorfes ein. Und zeigten den Udmurten ihre Traditionen und Kultur.
Ende August fand in Ishewsk ein internationales Austauschprojekt mit dem Titel „Tauch ein in die Natur: eine kreative Bildungsexpedition“ statt, welches von der russlanddeutschen Jugendorganisation „Jugendheim“ aus Udmurtien, dem Jugendring der Russlanddeutschen und Partnern aus Deutschland, der djo – Deutsche Jugend in Europa sowie dem Verband der russischsprachigen Jugend in Deutschland „Junost“ durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wohnten für einige Tage in dem udmurtischen Dorf Maly Gondyr in der Region Perm. Das Programm bestand aus vier thematisch angelegten Tagen: einem russischen, einem udmurtischen und einem deutschen Tag sowie einem Tag des Dorfes. Tagsüber wurde deutsch und udmurtisch unterrichtet, es gab Meisterklassen in nationaler Handarbeit, Trainings in Teamwork sowie einen Kurs in Erlebnispädagogik, abends organisierten die Russlanddeutschen unterhaltsame Abendveranstaltungen für die Dorfbewohner.
„Gemeinsam ist uns etwas Wichtiges bewusst geworden“
Skeptikern und Kritikern, die meinen, dass Sprachlager und Festivals für Russlanddeutsche nur Spaßveranstaltungen seien, nicht gebraucht werden und sinnlos Geld verschlingen, empfehlen wir den Bericht der jungen Teilnehmerin Kristine Frese aus Ishewsk zu lesen, der sich damit befasst, was bei dem Jugendlager „Russlanddeutsche in der Bürgergesellschaft“ vor sich ging, welches kürzlich bei Moskau stattgefunden hatte. Und wenn bei jedem dieser Projekte auch nur eine Person begreift, was es heißt, ein Russlanddeutscher zu sein und die Möglichkeit erhält, sich selbst zu verwirklichen, dann war das Projekt erfolgreich.
Einfach Deutsch: Wie Russen und Deutsche ihren Urlaub verbringen
Am 10. September nahm der Debattierclub „Einfach Deutsch“, der in deutscher Sprache stattfindet, nach der Sommerpause seine Arbeit wieder auf. Der Club ist ein Projekt des russlanddeutschen Jugendzentrums „Jugendbrücke“ in Moskau und entwickelt sich ziemlich erfolgreich. Um an den Diskussionen teilzunehmen, kommen Leute aus ganz Moskau dorthin, so dass immer genügend Zuschauer da sind und es nie langweilig wird. Diesmal nahmen an dem Treffen auch Deutsche teil, die im Büro des Jugendrings der Russlanddeutschen bzw. des IVDK ein Praktikum absolvieren. Gesprochenwurde überUrlaubserinnerungen. Welche Unterschiede es zwischen Russen und Deutschen bei der Urlaubsgestaltung gibt, könnt ihr in den Beiträgen des Moderatoren Christian Schmidt lesen.
Sitzung des Organisationskomitees zur Vorbereitung einer Sprachkonferenz
Am 17. September fand im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein Arbeitstreffen des Organisationskomitees zur Vorbereitung der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz „Aktuelle Fragen des Lernens und Lehrens der deutschen Sprache: Die Sprache als Grundlage für die Erhaltung und Entwicklung der Identität der Russlanddeutschen“. Besprochen wurden das Programm der geplanten Konferenz, die Teilnehmerliste sowie die Liste der bereits eingegangenen Bewerbungen (die Bewerbungsfrist endet erst am 25. September, so dass man sich noch bewerben kann). Außerdem wurden die Zwischenergebnisse des Monitoringprojektes „Bewertung der Effektivität der Spracharbeit im Deutschunterricht für Russlanddeutsche“ vorgestellt. Weiteres auf unserem Portal (rechts unter „Aktuell“, „Internationale Sprachkonferenz“)!
Vom 1. bis 4. Oktober finden in Moskau die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Aufstellung des von dem Bildhauer Nikolaj Andrejew erschaffenen Fjodor-Haas-Denkmals statt, bei welcher Gelegenheit auch eine Tradition vom Anfang des 20. Jahrhunderts wieder aufgenommen werden soll: die Durchführung eines Festes für Waisenkinder am Denkmal an der Straße Malyj Kasennyj Pereulok.Die Feste werden von der nichtkommerziellen Partnerschaftsvereinigung „Sotwortschestwo“, dem Musikproduktionszentrum „Messija“ und der im Zentralen Verwaltungsbezirk der Stadt Moskau gelegenen Filiale des „Moskauer Hauses der gesellschaftlichen Organisationen“ mit Unterstützung der Regierung Moskaus organisiert. Alle Interessierten sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen, die auch den 230-jährigen Geburtstages Haas’ einleiten. Fjodor Haas war ein großer russischer Arzt und Philanthrop deutscher Herkunft, der auch „heiliger Doktor“ genannt wurde.
Eine deutsche Wanderausstellung geht auf Reisen durch Kasachstan und Russland
Das Kulturmuseum Lissakowsk im Gebiet Kostanai (Kasachstan) war besonders gut besucht, als Mitglieder kasachstandeutscher Jugendclubs anreisten. Die Museumswärterin zeigte ihnen eine Ecke, in der Alltagsgegenstände ihrer Großeltern ausgestellt waren. Gegenwärtig werden die Exponate in Aktjubinsk gezeigt, bald jedoch wird die Sammlung auch in Russland zu sehen sein.
Vom 16. bis 20. September findet in Jekaterinburg eine erweiterte Arbeitsbesprechung der russlanddeutschen Selbstverwaltungsorgane statt. Teilnehmen werden alle Mitglieder der interregionalen Koordinationsräte der Pilotregionen (Ural, Zentralrussland, Wolgaregion und die Region Süd-West), Vertreter anderer interregionaler Koordinationsräte und die Vorstände des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen, der autonomen nichtkommerziellen Organisation „Breitenarbeit“, der Entwicklungsgesellschaft Wolga sowie der Entwicklungsgesellschaft Nowosibirsk. Anwesend wird auch der Ministerialdirigent im Bundesministerium des Innern Frank Willenberg sein. Thema wird unter anderem der Ablauf des Pilotprojektes sein. Der vollständige Bericht über die Verteilung der Finanzmittel, die der IVDK für die Regionen Ural und Zentralrussland erhalten hat, liegt vor (11.09.2009).
„Wie haben wir uns daran gewöhnt, in diesen Gebieten zu leben?!“
Die Deutschen, eine der Nationalitäten Kasachstans, begehen ein Jubiläum: Die gesellschaftliche Vereinigung von Deutschen „Wosroshdenije“ wird 20 Jahre alt. Wir haben mit Wiktor Ulrich, dem Vorsitzenden der Organisation, über die Entwicklung der Sprache und Kultur der Deutschen gesprochen. Anhand des Stammbaumes von Herrn Ulrich kann man leicht einen ganzen Atlas studieren. Seinen Anfang nahm der Familienname in Deutschland. Dank russischer Zaren trat er schließlich auch in der Ukraine auf. Als Sohn der kasachischen Steppe sieht Wiktor Ulrich seine Heimat jedoch in Kasachstan.
Im Verlag des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur ist ein neuer Katalog mit Bildern von Inessa Fridebertowna Garwardt herausgekommen. Garwardt ist bereits seit langem Mitglied des IVDK. Nach eigenen Worten traf die Künstlerin in der großen russlanddeutschen Organisation, der sie bereits seit 1992 treu ist, eine große Anzahl interessanter Menschen, die die Idee verwirklichen wollen, ein Gemeinsamkeitsgefühl des eigenen Volkes zu erhalten und sich gegenseitig zu helfen. Die tiefgründige und zielstrebige Frau machte sich im IVDK schnell unverzichtbar. Wie auch die gesamte gegenwärtige gesellschaftliche Bewegung der Russlanddeutschen ist sie sehr optimistisch und voller Tatendrang und sprüht vor kreativen Einfällen. Die meisten Bilder von Inessa Garwardt strahlen Güte und Versöhnung aus. Beide Eigenschaften bestimmen auch die Beziehungen zwischen der Künstlerin und dem Kreis ihrer Gleichgesinnten.
Beginn der Bewerbungsfrist für Medienorgane der nationalen Minderheiten
Die „Gilde für interethnische Journalistik“ erwartet ab sofort die Einreichung journalistischer Arbeiten zum II. Russlandweiten Wettbewerb der Massenmedien „SMIrotworez 2009“, bei dem die beste Verarbeitung des Themas „zwischenethnische Beziehungen und ethnokulturelle Entwicklungen bei den Nationalitäten in Russland“ gesucht wird. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für regionale Entwicklung der Russischen Föderation unterstützt und läd überregionale, regionale und lokale Medien zur Teilnahme ein.