Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
14.08.2010
Avantgarde-Stipendiaten 2010 stehen fest
Im Rahmen des Programms „Individuelle Stipendien zur Förderung der Avantgarde“ wurden insgesamt 39 Projektanträge eingereicht. Nachdem die Auswahlkommission alle eingegangenen Bewerbungen gesichtet und bewertet hatte, traf sie ihre Entscheidung über die förderungswürdigen Projekte 2010. Wir gratulieren den Projektgewinnern!
Omsker „Duzfreund“ zu Gast in Bergisch Gladbach
Ein Jugendaustausch in die „alte Heimat“ führte eine Gruppe von Russlanddeutschen aus der Region Omsk ins Bergische Land. Bürgermeister Lutz Urbach empfing die Besucher im Rathaus und hieß sie in Bergisch Gladbach willkommen. Organisiert wird die Begegnung durch den SKV Adler, einem Verein, der von Spätaussiedlern aus Osteuropa (Russland, Kasachstan usw.) gegründet wurde, der aber für Mitglieder jeder Nationalität, Herkunft und Religion offen steht.
„Ein schöner Weg liegt vor dir, junger Dichter...“
Deutsch-russischer Literatursalon in Uljanowsk
Im Rahmen des allrussischen Festivals der russlanddeutschen Kultur in Uljanowsk öffnet am 4. September 2010 um 21 Uhr seine Türen der Literatursalon „Ein schöner Weg liegt vor dir, junger Dichter...“. Der Literaturabend – aus der Veranstaltungsreihe des Literaturclubs des Internationalen Verbands der deutschen Kultur „Die Welt im Wort“ – vereinigt Traditionen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.
Alte Freunde und neue Eindrücke:
Jugendaustausch Tomsk – Halle
Bereits zum dritten Mal trafen sich im Rahmen eines Jugendaustauschs vom 25. Juli bis 5. August 2010 die deutsch-russische Jugendorganisation „Wir + Sie“ Tomsk und die Jugendgruppe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Halle. Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern, des Ministeriums für Regionalentwicklung der RF, des Verbands djo-Deutsche Jugend in Europa und der „Entwicklungsgesellschaft Nowosibirsk“ realisiert.
Russlanddeutsche Rückkehrer gesucht:
Remigrationsforschung an der Uni Trier
Der Großteil der deutschstämmigen Bevölkerung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion übersiedelte in den 1990er Jahren in die Bundesrepublik. Seit kurzem gibt es allerdings Migration in die umgekehrte Richtung – diese neue Erscheinung wird von Wissenschaftlern der Uni Trier unter die Lupe genommen. Für ihr Forschungsprojekt „Rückkehrstrategien von Spätaussiedlern“ sucht das vierköpfige Forschungsteam russlanddeutsche Rückkehrer, die bereit sind, von ihren Erfahrungen zu berichten.
Ausschreibung: Mit BiZ „Moderner Geschäftsführer“ werden
Das Bildungs- und Informationszentrums BiZ bietet den Leitern von Begegnungszentren den Studiengang „Wirtschaftmanagement für Unternehmen: Moderne Geschäftsführung“ an. Der Studiengang wird in Zusammenarbeit mit der Akademie der Volkswirtschaft bei der Regierung der Russischen Föderation durchgeführt. Bis zum 25. August 2010 können Sie sich bewerben.
Herold Belgers „Rußlanddeutsche Schriftsteller“ neu aufgelegt
Im September 2010 erscheint im Verlag NORA Berlin Herold Belgers Nachschlagewerk „Rußlanddeutsche Schriftsteller - Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ in zweiter erweiterter und ergänzter Auflage in deutscher Sprache (bearbeitet von Erika Voigt und Irina Leinonen). Dem Autor ist es wichtig, die Namen der russlanddeutschen Autoren festzuhalten, die „im Maße ihres Talentes und ihrer Möglichkeiten das Leben, die Geschichte, die Schmerzen und die Hoffnungen ihres ruhelosen Volkes in ihren Werken widerspiegelten, um sie für die Nachfahren zu erhalten“.
Erfolg wird nicht durch Nationalität oder sonstige Herkunftsmerkmale bestimmt, Erfolg wird hart erkämpft. Das weiß auch Viktor Scherf. Angefangen als Choreograph im sibirischen Barnaul, gab der Russlanddeutsche seinen Beruf auch in Deutschland nicht auf. Jetzt gehört ihm eine große Tanzschule, seine Schüler räumen bei Tanzwettbewerben ab – zuletzt holten sie drei Weltmeistertitel in Italien.
„Mit Hoffnung im Herzen“: Der Leidensweg der Russlanddeutschen wurde auf die Bühne gebracht
Hoffnung ist das, was Millionen von Menschen vor Verzweiflung rettet und Kraft gibt, bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Hoffnung begleitete auch viele Russlanddeutsche in den 40er-60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Während sie verfolgt und vertrieben wurden, haben sie nicht aufgehört, zu hoffen – irgendwann wieder als normale Menschen behandelt zu werden und wieder nach Hause zu kommen. Es gibt unzählige Schicksalsgeschichten, die von Leiden der Russlanddeutschen in den Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit handeln… Einige davon wurden auf die Bühne gebracht – von Teilnehmern des Theaterlagers für Jugendliche „Jugenbühne“, welches vom 27. Juli bis 7. August 2010 in Odessa stattfand.
Dagestan: Evangelischer Pastor erschossen Muslime werfen Artur Suleimanov Bekehrungsversuche vor
In der russischen Republik Dagestan ist ein evangelischer Pastor umgebracht worden. Der 49-jährige Artur Suleimanov wurde am 15. Juli 2010 in der Hauptstadt Machatschkala von unbekannten Männern erschossen, als er seine Kirche verließ. Seine Gemeinde ist anscheinend ins Visier extremistischer Muslime geraten. Medien in Dagestan hätten in jüngster Zeit dazu aufgerufen, „Maßnahmen“ gegen den Pastor und die Gemeinde zu ergreifen, weil sie Muslime zum christlichen Glauben bekehren wollten.
Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Gal. 6, 14
Anfällig für Lob und Ehrungen sind wir Menschen nun einmal. Darauf grundsätzlich zu verzichten fällt vielen schwer, denn es liegt in unserem natürlichen Wesen, etwas zu schaffen, worauf man stolz sein kann, etwas an Gutem zu erbringen, was einst lobend erwähnt wird.
Akademie für kreative Jugend in Uljanowsk:
Teilnehmer stehen fest
Die Teilnehmerauswahl für die Akademie für kreative Jugend in Uljanowsk (27. August bis 6. September 2010) ist abgeschlossen. Das Projekt wird vom Internationalen Verband der deutschen Kultur (IVDK) in Zusammenarbeit mit dem „Jugendring der Russlanddeutschen“ durchgeführt. Wir gratulieren allen Teilnehmern der Akademie!
Das deutsche Moskau: Bahnhöfe, Hotels und vieles mehr
Zur Zeit Peter I. spielte die „Deutsche Vorstadt“ (Nemezkaja sloboda) in Moskau eine große Rolle – als Zentrum des modernen Lebensstils. Die „Deutsche Vorstadt“ war ein Ausländerquartier im Nordosten von Moskau (heute Lefortowo). Anfangs unterschied sich das äußere Erscheinungsbild der Bauten in der „Deutschen Vorstadt“ nicht wesentlich von dem der russischen. Im ausgehenden 17. Jahrhundert hatte die Sloboda schließlich das Gepräge einer westlichen Stadt angenommen.
Im heutigen Moskau sind deutsche Spuren nicht nur auf dem Territorium der ehemaligen „Nemezkaja sloboda“ zu finden. Zahlreiche Bauten mit deutscher Handschrift prägen das Stadtbild der russischen Hauptstadt. Wir präsentieren hier nur eine kleine, subjektive Auswahl.
Viel zu entdecken gab es in Tomsk beim Jugendlager für Russlanddeutsche
Vom 21. bis 26. Juli eigneten sich junge Teilnehmer aus dem Gebiet Tomsk, Barnaul und Abakan mithilfe von erfahren Fachleuten verschiedene neue Fertigkeiten im Kunsthandwerk an und lernten dabei die Sprache ihrer Vorfahren – Deutsch. Realisiert wurde das Projekt von „Jugendstiftung Altai“ in Zusammenarbeit mit der Tomsker gesellschaftlichen Jugendorganisation „Jugendblick“. Finanzielle Unterstützung leistete das Ministerium für Regionalentwicklung der RF.
Zusammenarbeit lohnt sich für alle
Das Tandemprojekt „Mitgestalten aus eigener Kraft“ in Berlin
Über 20.000 Aussiedler und Spätaussiedler leben in der größten Plattenbausiedlung der Republik (260.000 Einwohner) im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Seit Jahren versuchen die Deutschen aus Russland, sich dort in verschiedenen Integrationsprojekten zu etablieren. In Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LMDR) führt der Berliner Verein „Vision“ das Tandemprojekt „Mitgestalten aus eigener Kraft“ durch.