Im Oktober 2010 wird in Russland eine Volkszaehlung durchgefuehrt. Was glauben Sie? Die Anzahl der Deutschen in Russland…
15.12.2009
Werte RusDeutsch-Besucher und -Besucherinnen!
Bitte beachten Sie die Änderungen der elektronischen Bibliothek der Russlanddeutschen auf dem Portal RusDeutsch. Jetzt ist sie im allgemeinen Design des Portals gehalten, es werden ein neuer Rubrikanzeiger sowie komfortable Suche nach mehreren Kriterien angeboten. Dies wurde möglich dank der Unterstützung des Ministeriums der Russischen Föderation für Regionalentwicklung. Die Mittel für den Umbau und die Modernisierung der Bibliothek kamen aus dem Föderalen Zielprogramm „Sozialökonomische und ethnokulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen für 2008-2012“. Wir hoffen, dass die Bibliothek, ihre Entwicklung unsere gemeinsame Sache wird, ausgerichtet auf die Erhalt und die Weitergabe der Kenntnisse über die Kultur, Geschichte und Sprache der Russlanddeutschen.
Deutsche von Tomsk beziehen aktive bürgerliche Position!
Warum konnte man in Tomsk am 12.Dezember auf den Fußwegen Rollschuh laufende Jugendliche beobachten? Was bezweckten die Jugendlichen, indem sie mit roten Fähnchen auf die Fahrbahn gingen? Von wem und wieso wurde an den Laternenmasten eine Fotoausstellung platziert? Die Antworten auf diese sowie auf weitere Fragen finden Sie im nachstehenden Artikel.
In St.-Peterburg fand ein Bildungsforum für die Multiplikatoren für Spracharbeit statt
Am 7.-12.Dezember fand im Deutsch-Russischen Zentrum von St.-Petersburg ein Bildungsforum für Multiplikatoren und Lehrer „Nationale Identität über sprachliche Identität“ statt. Es bildete eine gewisse Zusammenfassung der Tätigkeit des Methodisch-Didaktischen Sprachzentrums des Bildungs- und Informationszentrums (BiZ). Die Umsetzung des Projekts wurde möglich dank der hohen Einschätzung der Jury des Wettbewerbs überregionaler Projekte des BiZ von 2009.
In Moskau fand eine Konferenz für Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen statt
Am 7.-9. Dezember fand in Moskau die 2. Wissenschaftlich-praktische Konferenz „Deutsche neuen Russlands: Probleme und Entwicklungsperspektiven“ statt. An ihrer Arbeit nahmen über 20 Wissenschaftler und Praktiker aus Russland und Kasachstan teil. Am letzten Tag der Konferenz schlossen sich ihnen die Leiter russlanddeutscher Begegnungszentren an: Von den Wissenschaftlern wurden die Ergebnisse der von ihnen 2009 im Auftrag der Regierungen Deutschlands und Russlands durchgeführten ethnosoziologischen Monitorings der Begegnungszentren der Russlanddeutschen vorgestellt. Erstmals in der gesamten Geschichte der Konferenzen der Internationalen Vereinigung der Forscher der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen arbeitete auch eine Jugendsektion.
Am 9.-10.Dezember fand in Moskau ein Kongress der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen statt. Auf der Tagesordnung des Kongresses stand die Einbringung von Änderungen in die Satzung der FNKA der Russlanddeutschen. Das Gesetz über föderale NKA wurde im Laufe der letzten drei Jahre bereits dreimal Änderungen unterzogen. Dabei wurden bis zu diesem Kongress in der Satzung der FNKA keine Änderungen vorgenommen. Ferner lagen dem Kongress ein Konzept über die Hauptrichtungen der Tätigkeit der FNKA der Russlanddeutschen und aktuelle Fragen zur Erörterung vor. Am Kongress nahmen 45 Delegierten aus 17 regionalen National-Kulturellen Autonomien der Russlanddeutschen, aus 9 örtlichen NKA (in den Regionen, wo es noch keine regionalen NKA gibt) und aus 3 Filialen der FNKA teil.
Rat für Spracharbeit der Organe der Selbstorganisation gegründet
Am 9.Dezember fand in Moskau die gemeinsame Sitzung der Organe der Selbstorganisation der Russlanddeutschen, der Arbeitsgruppe für die Vorbereitung der Schlussdokumente der Sprachkonferenz „Aktuelle Fragen des Lernens und Lehrens der deutschen Sprache: Sprache als Grundlage für den Erhalt und die Entwicklung der Identität der Russlanddeutschen“ und des Methodischen Rates der deutschen Kultur statt. Auf der Sitzung wurde der Rat für Spracharbeit im Rahmen der Organe der Selbstorganisation der Russlanddeutschen gegründet.
Wir bringen eine Rezension für das Sammelband der Lyrik von Arnold Reinick „Der sechste Engel“
Vor kurzem erschien der lyrische Sammelband von Arnold Reinick „Der sechste Engel“. Viele kennen Arnold als einen begabten Choreographen und Pädagogen. Und nun kommt die Lyrik als sein neues Schaffensfeld. Die erste Publikation... Ehrlich gestanden, schlug ich dieses Buch nicht ohne innerliche Aufregung auf. Und kann erklären warum: Viele wenden sich der Dichtung zu, es wird viel gedichtet, aber nicht immer kann das Gedichtete als Lyrik bezeichnet werden. Die Lyrik von Arnold Reinick ist eine angenehme Ausnahme…“
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11.12.2009
Staatliche Universität Saratow feiert ihr 100.Jubiläum
Dieser Tage feiert die Staatliche „N.G.Tschernyschewskij“-Universität Saratow ihr 100. Jubiläum: Sie wurde als eine der ältesten Hochschuleinrichtungen Russlands am 6.Dezember 1909 gegründet. Hauptarchitekt der Studiengebäude der Universität war Karl Ludwigowitsch Müfke. Heute ist die Staatliche Universität Saratow eine der führenden Hochschuleinrichtlungen des Landes, die sich mit der Forschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen befasst. Als Leiter dieser Schule gilt zu Recht Professor Arkadij Hermann. Anlässlich des 100.Jubiläums der Universität wird für die Russlanddeutschen vom Internationalen Verband der deutschen Kultur das Buch von S. Bitschanina „Der Schaffende. Abriss des Lebens und Schaffens von K.L.Müfke“ herausgegeben, das im Auftrag des Ministeriums der RF für Regionalentwicklung für die Mittel des Föderalen Zielprogramms erscheint.
Bildung der Personalreserve für die Organisation der Jugendprojekte angefangen
Am 21.November – 1.Dezember fand in Moskau ein vom Bildungs- und Informationszentrum (BiZ) gemeinsam mit dem Jugendring der Russlanddeutschen (JdR) durchgeführter Workshop zum Thema „Organisation und Durchführung großangelegter Jugendmaßnahmen am Beispiel der Lager, Foren und Festivale“ statt, an dem die Aktivisten der Jugendorganisationen Russlands, der Ukraine, Kasachstans teilnahmen. Der Workshop wurde mit finanzieller Unterstützung des deutschen Bundesministeriums des Inneren durchgeführt.
Samstags gibt es in der Universität nicht so viele Studenten wie werktags, jedoch wurde in der Staatlichen Universität Tomsk am 5.Dezember bei der Wohlfahrtsmesse der Weihnachtsgeschenke, die im Rahmen der Aktion „Kleine Freuden für großes Herz“ stattfand, alles innerhalb einer Stunde vergriffen. Halsketten, aus Wolle gebastelte Spielzeuge, Neujahrskarten, Souvenirs aus Ton, all das wurde mit den Händen blutkrebskranker Kinder der Kinder-Wohlfahrtsstiftung „Aljona Petrowa“ gebastelt. Dabei halfen ihnen die Volontäre der „Russlanddeutschen Jugendvereinigung „Jugendblick“, von denen diese Maßnahme mit Unterstützung des Studenten-Gewerkschaftskomitees der Staatlichen Universität Tomsk veranstaltet wurde.
Am 29.November wurde Kasan zum Tagungsort des ersten gesamtrussischen Forums, zu dem die Vertreter aller Föderalen National-Kulturellen Autonomien des Landes zusammenkamen. Die Föderale National-Kulturelle Autonomie der Russlanddeutschen wurde durch die Vize-Präsidenten Alexander Grinenwald, Faina Glasunowa, Leonid Reisig und das Oberhaupt der regionalen NKA der Russlanddeutschen der Republik Tatarstan Viktor Dietz vertreten. In seiner Ansprache an das Forum sprach Alexander Grinenwald über die Erfahrungen bei der Entwicklung der Selbstorganisation unter den Russlanddeutschen, die Zusammenarbeit mit den Organen der Staatsmacht und berichtete über das Modell für den Aufbau einer „Vertikale der Demokratie“ in Russland.
Natürlich gibt es schon länger PodCasts oder Ähnliches im weltweiten Netz der Russlanddeutschen oder Russlandmennoniten - aber bisher wohl kaum mit der Idee: Radio von Russlanddeutschen für Russlanddeutsche in Russland und Deutschland gemeinsam hergestellt. Also eine russlanddeutsche Welle im Radio, während auch Nicht-Russlanddeutsche laut Aussagen der Macher von RD-Welle ausdrücklich dazu eingeladen sind, mitzumachen und mitzuhören. Und sie sind ja glücklicherweise auch längst schon dabei.
So zweisprachig beginnt die Pilotsendung unseres Internet-Rundfunks. Ihr könnt euch die Sendung anhören, indem ihr dem Pfad folgt: Wir freuen uns auf unserem Portal auf eure Rückmeldungen, auf eure Unterstützung unserer Initiative und eure Kommentare nach dem Zuhören. Schreibt uns, dass so ein Projekt benötigt wird, bringt uns eure Ideen. Falls sich dazu eine Unterstützungsgruppe bildet, falls ihr den Internet-Rundfunk braucht, dann werden wir es machen – Wir brauchen eure Rückmeldungen und wünschen euch ein angenehmes Hörerlebnis!
Am 22.-28.November fand in Moskau in der Schule der schöpferischen Meisterschaft eine Schulung für die Sieger des gesamtrussischen Wettbewerbs begabter russlanddeutscher Jugendlicher „Ein Schritt zum Erfolg“ statt. Den Veranstaltern gelang es, in der Schule eine kreative Atmosphäre zu schaffen. Die Theaterschaffenden, Komponisten, Dichter, Schriftsteller und Künstler tauchten in die Welt der Kunst und der deutschen Sprache: Die Sprache wurde von ihnen praktiziert, indem sie mit Farben, der Lyrik und den Musikinstrumenten beschäftigt waren. Das Projekt wurde aus den Mitteln des Föderalen Zielprogramms „Sozialökonomische und ethnokulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen für 2008-2012“ finanziert.
Am 22. Dezember findet die Verteidigung durch Dr. Tatjana Smirnowa der Habilitation in der Geschichte zum Thema „Deutschstämmige Bevölkerung Westsibiriens Ende des 19. Jh.- Anfang des 21. Jh. Herausbildung und Entwicklung der Diaspora-Kultur“ statt. Durchführungsort ist eine Einrichtung der Russischen Akademie der Wissenschaften, nämlich das Institut für Archäologie und Ethnographie der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften. T.B. Smirnowa ist Dozentin des Lehrstuhls für Ethnographie und Museumskunde der Staatlichen „F.M. Dostojewskij“-Universität Omsk, Leiterin des wissenschaftlichen Forschungslabors für Ethnographie und Geschichte der Deutschen Sibiriens der Universität Omsk, Mitglied des Internationalen Verbandes der Forscher der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen.