23 Mai 2016

Hartmut Koschyk reist zu Deutsch-russischer Regierungskommission

S.E. Igor Barinow und Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk im Bundesministerium des Innern
Foto:
www.koschyk.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten wird am 24. und 25. Mai im sibirischen Omsk gemeinsam mit dem Leiter der Föderalen Agentur für Nationalitätenangelegenheiten der Russischen Föderation, Igor Barinow, die 21. Sitzung der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen leiten.

Bei einem Arbeitstreffen im Dezember hatten Barinow und Koschyk sich über diese Sitzung verständigt. Die letzte Sitzung einer Regierungskommission fand im Mai 2013 statt.

Bundesbeauftragter Koschyk und Agenturleiter Barinow nehmen die Sitzung in Omsk zum Anlass, gemeinsam mit dem Gouverneur des Gebietes Omsk, Viktor Nasarow, an der feierlichen Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums „Russisch-Deutsches Haus“ in Omsk sowie an dem Kultur- und Geschäftsforum „Hergestellt von Deutschen in Russland. Potential. Kooperation. Branding“ teilzunehmen. Die Errichtung des Deutsch-Russischen Hauses in Omsk ist wurde mit Mitteln des Bundesinnenministeriums gefördert. Weiter ist ein Besuch des Deutschen Nationalen Rayons Asowo vorgesehen.

Im Rahmen ihrer Förderpolitik gegenüber den von den Kriegsfolgen am nachhaltigsten betroffenen Deutschen im östlichen Europa und in der ehemaligen Sowjetunion unterstützt die Bundesregierung seit Anfang der 90er Jahre daher in besonderem Maße die Russlanddeutschen in der heutigen Russischen Föderation. Galt die Unterstützung zunächst der Verbesserung der Lebensverhältnisse durch Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen und damit der Stärkung des Bleibewillens, so dient sie heute vor allem der Stärkung der kulturellen Identität und der Gemeinschaft. Die Unterstützung der deutschen Minderheit wird im gegenseitigen Einvernehmen der deutschen und russischen Regierungen auf der Grundlage des 1992 unterzeichneten Protokolls gewährt. Das zentrale Gremium dieser Zusammenarbeit ist die unter der Beteiligung der Selbstorganisation der Russlanddeutschen regelmäßig tagende Deutsch-Russische Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen.

Die heute in der Russischen Föderation rd. 400 Tausend verbliebenen Russlanddeutschen sind in zahlreichen Vereinen und Verbänden gut und flächendeckend organisiert. Die Grundlage ihrer Tätigkeit bilden über 400 örtliche Begegnungszentren und vier Deutsch-Russische Häuser in großen Städten.

Quelle: www.koschyk.de

Rubrik: Regierungskommission

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