09 September 2016

Grußwort vom Bundesbeauftragten Koschyk


Anlässlich des Kulturhistorischen Seminars des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur, das vom 8. bis zum 12. September in Fulda und Wiesbaden stattfindet, richtet sich der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk an die Organisatoren und Teilnehmer der Veranstaltung.

Sehr geehrte Frau Martens,
sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kulturhistorischen Seminars des IVDK!

Gerne wäre ich in diesen Tagen zu Ihnen persönlich nach Fulda gekommen. Leider ist mir eine Teilnahme wegen anderen, bereits seit langen fest zugesagten terminlichen Verpflichtungen nicht möglich. Ich möchte daher Ihnen allen, Veranstaltern und Teilnehmern, auf diesem Wege meine herzlichsten Wünsche übermitteln.

Ich freue mich sehr, dass die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler die Schirmherrschaft für Ihr Seminar übernommen hat. Mit Frau Margarete Ziegler-Raschdorf arbeite ich als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten eng und vertrauensvoll zusammen.

Besonders begrüße ich die Zusammenarbeit des IVDK und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Hier zeigt sich ganz praktisch, welchen Nutzen die gemeinsame Brückenbauer-Arbeit haben kann.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein interessantes und hochkarätiges Programm. Es beeindruckt mich sehr, wie viele namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen werden konnten, die zum großen Teil die Mühen der Anreise aus der Russischen Föderation auf sich genommen haben. Viele Themen wer- 2 den behandelt, die auch in der Geschichtswissenschaft insgesamt von großer Aktualität sind. Ich würde es sehr begrüßen, wenn dieses Seminar einen Beitrag zur weiteren Vernetzung der Forscherinnen und Forscher der russlanddeutschen Geschichte, der Lehr- und Forschungseinrichtungen sowie der Bibliotheken, Museen und Archive leisten würde.

Den Abschluss Ihres Seminars bildet die Teilnahme am 3. Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation sowie am Zentralen Tag der Heimat in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Gerade in diesem Jahr, wo sich der unmenschliche Erlass über die Deportation der Wolgadeutschen vom 28. August 1941 zum 75. Mal jährt, setzen Sie damit ein deutliches Zeichen für die Erinnerung an die vielen Opfer unter Ihren Landsleuten sowie für ein künftiges friedliches Miteinander der Völker in Europa.

Ich wünsche dem Kulturhistorischen Seminar in Fulda einen guten Verlauf! 

Hartmut Koschyk

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