09 September 2016

Die herausragenden Deutschen Russlands 2016 stehen fest


Der langersehnte Moment ist nun da: Die Namen der Gewinner des gesamtrussischen Wettbewerbs „Russlands herausragende Deutsche 2016“ stehen in allen fünf Kategorien fest! Der Wettbewerb wird bereits zum sechsten Mal auf Initiative des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur ausgetragen. Die feierliche Preisverleihung findet am 17. September im Rahmen des Großen Katharinenballs in Zarizyno in Moskau statt.

Die Gewinner wurden traditionsgemäß mittels eines offenen Online-Votings ermittelt. Der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, ist Sieger einer Kategorie. Die Abstimmung war auf dem Informationsportal RusDeutsch anhand der vorgegebenen Kandidatenliste möglich. Vom 24. August bis einschließlich 7. September durfte abgestimmt werden. 2016 wurden über 17.500 Stimmen abgegeben.

„Im Namen des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur möchte ich mich bei allen Teilnehmern des Wettbewerbs bedanken. Bei diesem Wettbewerb gibt es keine Verlierer, wir schätzen jede Leistung unserer Nominierten und sind stolz auf ihre Arbeit, mit der sie zur Entwicklung des Landes beitragen. Jeder dieser Namen ist nicht nur den Deutschen Russlands bekannt, sondern auch der gesamten russischen Gesellschaft“, betont die erste stellvertretende Vorsitzende des IVDK Olga Martens. 

 Viele Abstimmungen von den Nutzern gab es in der Nominierung für „ziviles Engagement“ (Artur-Karl-Preis), wo der Förderer Karl Loor zur Auswahl stand, sowie zwei Aktivisten der russlanddeutschen Gesellschaftsbewegung: Der Vorsitzende der national-kulturellen Autonomie der Deutschen in Tatarstan Viktor Diez und der Ehrenvorsitzende des  „Kulturell-aufklärerischen Rates der Deutschen in der Republik Baschkortostan „Wiedergeburt““ German Arnold.

Nach der Abstimmung ist hier der ausgezeichnete Baumeister Russlands, Initiator zum Wiederaufbau der evangelischen Kirche des Dorfes Sorkino (Gebiet Saratow) Karl Loor als Sieger hervorgegangen (Starij Oskol, Gebiet Belgorod).

In der Kategorie „Bildung“ (Viktor-Klein-Preis) hat Tatjana Wewer,  geehrte Angestellte im russischen Bildungswesen, Direktorin der „Allgemeinbildenden Schule Nr. 36“ in Kemerowo, gewonnen. Der Abstand zum Nominierten Alexander Minor, dem Leiter des Lehrstuhls für deutsche Sprache und Methodik in der Staatlichen Universität in Saratow war gering: nur 200 Stimmen trennten die beiden. Tatjana Wewer ist somit die einzige Frau, die 2016 mit dem Preis „Russlands herausragende Deutsche“ ausgezeichnet wird.

In der Kategorie „Kunst“ (Anna-German-Preis) hat einer der bekanntesten Musikanten Russlands gewonnen: der nationale Künstler Russlands, Professor der russischen Gnesin-Akademie für Musik Friedrich Lips aus Moskau.

Seine Konkurrenz bestand aus der Gründerin und Leiterin des ethnografischen deutschen Tanz-Ensembles „Folklorewagen“ Lidia Knol und dem jungen russischen Floristen und Silbermedaillenpreisträger der Europameisterschaft für Floristik (2016) Roman Stenhauer.

Für den Boris-Rauschenbach-Preis für Wissenschaft waren zwei Kandidaten zweier Akademien nominiert: der Doktor für Wirtschaft, Professor und ausgezeichneter Wissenschaftler Russlands, ehrenhafter Wissenschaftler der Republik Komi Viktor Fauser sowie der Doktor für Chemie, Professor und Leninpreisträger Dimitrij Knorre. Nach der Online-Abstimmung trug hier Viktor Fauser den Sieg davon.

Gewinner der Sportkategorie (Rudolf-Pflugfelder-Preis) ist einer der Schüler von Rudolf Pflugfelder – der Olympiasieger von 1976, ausgezeichneter Sportmeister der UdSSR, ausgezeichneter Trainer der UdSSR und Russlands David Riegert (Taganrog, Gebiet Rostow).

Damit unterlag Dmitrij Schiller dem Olympiasieger im Online-Voting. Der Experte für Unterwasserexpeditionen, Taucher und Vorsitzender des  regionalen Abteilung der russischen geographischen Gesellschaft in Tatarstan stand ebenso zur Auswahl.

Die Preisverleihung des Wettbewerbs findet dieses Jahr am 17. September  im Rahmen des Großen Katharinenballs im Zarizyno-Park in Moskau statt. Im Verlauf der feierlichen Zeremonie wird der Gewinner der Kategorie „Name des Volkes“ ernannt,  mit der seit 2014 Persönlichkeiten russlanddeutscher Herkunft für ihre besonderen Leistungen posthum gewürdigt werden.

Das Hauptziel des Wettbewerbs besteht in der Förderung und Anerkennung herausragender Persönlichkeiten russlanddeutscher Herkunft, die besonders große Leistungen auf den Gebieten Kunst und Kultur, Wissenschaft, Bildung, Gesellschaft und Sport geleistet haben. Er findet auf Initiative des IVDK statt und wird vom Informationsportal der Russlanddeutschen RusDeutsch und der Moskauer Deutschen Zeitung unterstützt. 

Rubrik: Eliteförderung/Avantgarde

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