28 Oktober 2016

Festival der Traditionen und Kultur der Russlanddeutschen in der Region Krasnojarsk


Ende September fand in der Region Krasnojarsk ein Festival der russlanddeutschen Traditionen und Kultur statt.

Das Festival begann mit der Eröffnung der Wanderausstellung „Die Maler – sibirische Deutsche» am 24. September im Jenisejsker Kytmanow-Heimatmuseum.  Die Veranstaltung fand im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Begegnungszentrums der Deutschen in Jenisejsk zusammen mit der GO KRNKAD statt. Das Projekt trägt zu dem polykulturellen Dialog und der Erhaltung der russlanddeutschen Ethnie in der Region Krasnojarsk bei.

Es wurden Werke von drei einzigartigen russlanddeutschen Malern ausgestellt: A. Popp, J. Günther und N. Wirt. Dies ist eine große Ehre für die Stadt Jenisejsk. Es kamen viele Gäste zusammen. Die Vorsitzende der national-kulturellen Autonomie O. Kulschmanowa berichtete über deren Arbeit und das Kunstprojekt.

Danach stellte sie das literarische Schaffen der sibirischen Deutschen vor und schenkte dem Heimatmuseum einige Bücher: W. Ekkerts „ Franz Schiller“ und „ausgewählte Gedichte“, M. Reichs „Memoiren“, J. Günthers  Jubiläumsalbum der Aquarelle und das Fotoalbum „Russlands Gesichter“. Auf der Vernissage gab es viele warme Worte und Lieder vom Barden G. Krotow und T. Kusnezowa (Leiterin des Heimatmuseums).

Am Abend fand ein Konzert statt. Während des Konzerts erschien unter den Klängen der Polonäse auf der Bühne Katharina II. mit dem Grafen  Orlow, die das berühmte Manifest aus dem Jahr 1763 vorließ.

Es traten weitere verschiedene Kollektive auf: Das Tanzensemble „Glöckchen“(unter der Leitung von E. Borisowa), das Theaterstudio „Kleine Sternchen“ (unter der Leitung von G. Galkina), „Blick“ (unter der Leitung von W. Karasew) und Tänzer der choreografischen Schule aus Jenisejsk. Glückwünsche wurden vom Leiter des Jenisejsker Begegnungszentrums A. Wingert überbracht. Weitere Gratulanten waren: Die Vorsitzende der Kulturautonomie O. Kulschmanowa, , die Leiter der Begegnungszentren M. Sawtschenko und W. Brungart sowie der Leiter der Kulturabteilung  in Jenisejsk  S.Kim, der Leiter des Kulturhauses W. Kasanzew, die Leiterin des Heimatkundemuseums T. Kusnezowa und dessen stellvertretende Leiterin N. Posdeewa,  die Chefredakteurin der Fernsehgesellschaft „Jenisej Inform TV“  N. Solodkina, die Vorsitzende der polnischen nationalen Gesellschaft M. Lysakowa,  die Vertreterin der Tatarengesellschaft F. Galiewa und weitere Gäste.

Der 25. September wurde dem 75. Jahrestag der Deportation der Sowjetdeutschen gewidmet. Zuerst fand der Besuch der Ausstellung „Ein langer Weg nach Hause“ im Museum der Heimatkunde statt.  Die Ausstellung thematisierte die Russlanddeutschen, die in Jenisejsk und im Jenisejsker Rayon nach der Deportation 1941 lebten und bis heute leben. Es wurde ein Dokumentarfilm über die Deutschen in Jenisejsk gezeigt.

Daraufhin folgte die Exkursion „Auf den Spuren der Verbannungssiedler“ durch die Stadt. Ein Stopp wurde beispielsweise „Klostersee“ gemacht. Nicht weit davon waren Lager, wo Sowjetdeutsche in der Trudarmee arbeiteten.

Wir laden alle dazu ein, die Stadt  Jenisejsk mit seiner langen Geschichte zu besuchen.

Für alle, die sich für die Kultur der sibirischen Deutschen interessieren, unsere Adresse: Jenisejsk, Babkinstrasse 8, von 10.00 bis 18.00 (außer Montag).

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