03. Februar 2017

Zuzug von mehr als 6500 Spätaussiedlern und ihren Familienangehörigen in 2016

Das vierte Mal in Folge hat sich der Zuzug der Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen in die Bundesrepublik Deutschland erhöht.

Diese Entwicklung führt insbesondere auf das Zehnte Gesetz zur Änderung des Bundesvertriebenengesetzes zurück, das am 14.9.2013 in Kraft getreten ist. So ist z.B. das Erfordernis der gemeinsamen Aussiedlung entfallen. Für Ehegatten und Nachkommen besteht zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Möglichkeit in den Aufnahmebescheid des Spätaussiedlers nachträglich aufgenommen zu werden. Der mit der Gesetzesänderung verfolgte Zweck wurde somit erwartungsgemäß erreicht.

Im vierten Quartal 2016 hat sich der Zuzug von Spätaussiedlern im Vergleich zu den Vorjahreswerten leicht verringert. Dennoch sind bis Dezember 2016 insgesamt 6.588 Spätaussiedler und deren Familienangehörige registriert worden. Damit sind 470 Personen mehr registriert worden als im Jahr 2015.

Während sich die Zuzugszahlen weiter erhöht haben, hat sich die Zahl der Anträge auf Aufnahme als Spätaussiedler, Ehegatte oder dessen Abkömmling im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert. Wurden im Jahr 2015 noch 18011 Anträge gestellt, waren es im Jahr 2016 nur noch 13677, das ist ein Rückgang um 24 %.

Der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Harmut Koschyk MdB, zeigt sich mit dieser Entwicklung sehr zufrieden:

„Die Aussiedlerpolitik der Bundesregierung hat auch im Jahr 2016 Früchte getragen. Von der im Jahr 2013 erfolgten Gesetzesänderung und den damit verbundenen Erleichterungen bei der Familienzusammenführung wurde offensichtlich von den Spätaussiedlern im großen Maße Gebrauch gemacht. Das ist ein Gewinn für unser Land.

Der Großteil der zugewanderten Spätaussiedler hat nachweislich seinen Platz in der Gesellschaft gefunden, sich gut integriert und auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß gefasst.
Hinzu kommt, dass sich die Zuwanderung von Spätaussiedlern positiv auf die Altersstruktur in Deutschland auswirkt. Laut dem Migrationsbericht 2015 kommt es dadurch zu einem. „Verjüngungseffekt“ in der Bevölkerung, da die zugewanderten Spätaussiedler relativ jung sind. 77,3% der im Jahr 2015 zugezogenen Spätaussiedler sind unter 45 Jahre alt.“

 

Quelle:www.koschyk.de

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