23 Mai 2017

Podiumsdiskussion „Frauen im Business“


Die dritte Podiumsdiskussion im Rahmen des II. Kultur- und Geschäftsforums „Made by Deutschen aus Russland: Partnerschaft. Verantwortung. Erfolg“ hatte „Frauen im Business“ zum Thema.

Vor der Diskussion hielt Anna Rezninchenko,  Vorsitzende der Frauenassoziation „SKOLKOVO“ und Direktorin der Übersetzungsagentur „ANS-Lingua“ einen Impulsvortrag und ging der Frage nach: Was ist weiblicher leadership? 

Rezninchenko stellte dabei fest, dass das Thema „Frauen im Business“ in den letzten Jahren weltweit an mehr Relevanz gewonnen hat. Sie ging möglichen Tätigkeitsbereichen von Frauen nach. Laut einer Statistik haben die meisten Frauen in der Russischen Föderation Führungspositionen inne. 45% aller russischen Führungspositionen sind von Frauen besetzt.  Das hängt einerseits mit demographischen Zahlen zusammen, es gibt 11 Mio. mehr Frauen als Männer in Russland. Außerdem hat dies laut Anna Rezninchenko historische Gründe. Das Bild von „Mutter Russland“ begünstigt führende Positionen für russische Frauen.

In Deutschland sind nur 15% aller Führungspositionen weiblich besetzt, laut Rezninchencho trifft die Metapher einer „Gläsernen Decke“ vor allem auf Frauen in der Bundesrepublik Deutschland zu.  

Irene Fitz aus München ist Geschäftsführerin der GmbH „Medizinische Brücke“. Die „Medizinische Brücke“ wurde vor 17 Jahren gegründet. Mithilfe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und der Agentur für Arbeit fand die gelernte Theaterkritikerin nach ihrem Umzug nach Deutschland eine neuen Arbeitsbereich für sich selbst: Der Pflegebereich.  Sie erzählte von den Schwierigkeiten deutscher Bürokratie und weiteren Hindernissen beim Aufbau der GmbH.

Fritz trat ebenso für mehr Brücken zwischen Deutschland und Russland in verschiedenen Bereichen  in Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft ein.  

Olga Gartman aus Moskau ist Leiterin der Bildungsabteilung des Museumsparks „Zarizyno“. Die studierte Kulturmanagerin (Universität Manchester) erzählte von ihrem Arbeitsalltag in der ehemaligen Sommerresidenz Katharinas II.

Als nächsten Gast begrüßte Andreas Stopp Dr. Christina Maier auf der Bühne. Sie ist mit 13 Jahren nach Deutschland gekommen, hat in Tübingen Jura studiert und promoviert.  Bei ihrer Promotion ging sie bereits auf ihre russlanddeutschen Wurzeln ein. Vor sechs Jahren gründete sie ihre eigene Kanzlei.  Maier bezeichnet sich als „nicht typisch weibliche“ Anwältin, da sie durch ihre sachliche und fachorientierte Arbeitsweise heraussticht.  Maier ist ebenso leitendes Mitglied der Deutsch-Russischen Juristenvereinigung in Stuttgart – die Vereinigung zeichnet durch fachlichen juristischen Austausch zwischen deutsch-russischen Kollegen aus.

Irina Poltaller ist Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens „WsemUchet“ und berät klein- und mittelständische Unternehmen.  Poltaller zeichnet sich durch ihren unternehmerischen Ideenreichtum aus. Sie strebt derzeit die Entwicklung des Tourismus in der Region Altai an. Außerdem möchte sie sich in Zukunft für den deutschen Nationalrayon in der Region Altai engagiert. Zusammenfassen stellt sie fest: Es gibt keine Probleme, nur Chancen im Business.

Aus Tscheljabinsk ist Olesja Dreit angereist: Sie hat 2010 eine Modellschule gegründet. Inspiration hierfür war ihre eigene Tochter, der sie ein damenhaftes Benehmen und gute Manieren beibringen wollte.  Unter der Schirmherrschaft der Schuule findet jährlich die Fashion Week Kids statt. Dreit möchte mit ihrem Unternehmen Kindern Selbstvertrauen geben.

Zur Erinnerung.

Das II. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen aus Russland: Partnerschaft. Verantwortung. Erfolg“ findet vom 21.-24. Mai in Bayreuth mit Teilnahme der Co-Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Regierungskommission Harmut Koschyk und Igor Barinow statt.

Organisatoren des Forums sind der IVDK, „MaWi Group“, Moskauer Deutsche Zeitung. Das Forum findet anlässlich der 22. Sitzung der Deutsch-Russischen Regierungskommission zu Angelegenheiten der Russlanddeutschen statt. Co-Organisator sind der Jugend-und Studentenring der Deutschen aus Russland und der Unternehmerverband der Deutschen aus Russland. 

 

 

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