14 November 2017

Antragsfrist für Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter endet bald


Antragstellung bis zum 31. Dezember 2017 möglich.

Die Frist zur Beantragung einer Anerkennungsleistung für ehemalige zivile deutsche Zwangsarbeiter endet am 31. Dezember 2017. Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Eckhard Pols:

„Im Jahre 2015 entschied der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf Initiative der Union, ehemaligen zivilen deutschen Zwangsarbeitern eine symbolische Anerkennungsleistung in Höhe von einmalig 2.500 Euro zukommen zu lassen. Die Frist zur Beantragung dieser Anerkennungsleistung endet am 31. Dezember 2017. Anträge, die später beim Bundesverwaltungsamt eingehen, können nicht mehr positiv beschieden werden.

Antragsberechtigt sind zivile deutsche Staatsangehörige oder Volkszugehörige, die kriegs- bzw. kriegsfolgenbedingt von ausländischen Mächten zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Darüber hinaus antragsberechtigt sind Erben der ehemaligen Zwangsarbeiter, deren Angehörige nach dem Beschluss des Haushaltsgesetzes durch den Deutschen Bundestag am 27. November 2015 verstorben sind. Anträge sind bis zum 31. Dezember 2017 an das Bundesverwaltungsamt, Außenstelle Hamm, Alter Uentroper Weg 2, 59071 Hamm zu richten. Nähere Informationen sind unter der Servicetelefonnummer 0228 –99 358 – 98 00 oder im Internet unter www.bva.bund.de/zwangsarbeiter erhältlich.

Die Umsetzung dieser langjährigen politischen Forderung der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag schließt eine seit langem bestehende Gerechtigkeitslücke. Das große Leid, das viele Zivilpersonen aufgrund ihrer deutschen Staats- oder Volkszugehörigkeit in Folge des Zweiten Weltkrieges unverschuldet zu ertragen hatten, erfährt auf diese Weise eine symbolische Anerkennung und ist eine wichtige Geste der Wertschätzung für diese große Opfergruppe.“

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